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Auftraggeber: Magic Cities Germany
Jahr: 2003
Projektbeschreibung: Die Werbegemeinschaft Magic Cities Germany besteht bereits seit 1955 und ist unter dem Dach der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) angesiedelt. Die Gemeinschaft vereint neun deutsche Großstädte, zu denen Berlin, München, Hamburg, Köln, Frankfurt a. M., Stuttgart, Düsseldorf, Hannover und Dresden gehören. Neben dem Ziel, die deutschen Großstädte im Ausland (v. a. in Übersee) gemeinsam zu bewerben, nutzen die Magic Cities den Verbund verstärkt zum internen Informations- und Erfahrungsaustausch.
Ausgehend von einem Zielfindungsworkshop mit den Vertretern der Tourismusmarketingorganisationen (TMO) der Städte wurden drei zu bearbeitende Module festgelegt: 1. Wirtschaftsfaktor Tourismus, 2. Marktanalysen, 3. Betriebsvergleich der Magic Cities Germany. Motiv für die Beteiligung an derartigen vergleichenden Analysen ist die weitere Professionalisierung des Tourismusmanagements, d. h. die Überprüfung der eigenen Leistung anhand von Benchmarks, die Effizienzsteigerung und der Erhalt von Ideen für neue Geschäftsfelder und Finanzierungsquellen sowie von Anstößen zur eigenen Organisationsentwicklung. Zugleich bilden solide, vergleichbare Daten und Kennziffern die Voraussetzung für Marketing-, Investitions- und Förderentscheidungen.
Der Aufbau eines benchmarkingorientierten Betriebsvergleiches hatte sowohl für die Städte als auch das dwif Pilotcharkter. Im Laufe mehrerer Arbeitssitzungen mit den TMO-Vertretern entstand ein umfangreicher, differenzierter Erhebungsbogen mit den Themenbereichen: Organisation, Aufgaben/Dienstleistungen, Personal, Etat/Mittelherkunft und Kosten/Mittelverwendung. Die somit erfassten Rahmendaten wurden in Form einer Datenbank zusammengeführt. Im nächsten Schritt konnten erste Leistungs-, Aufwands- und Erlöskennziffern ermittelt werden, die mit den Städten intensiv diskutiert wurden. Die weitere Interpretation und individuelle Ableitung von Konsequenzen obliegt den TMO’s. Dieser Betriebsvergleich ist als ein Anfang zu sehen, sich verstärkt mit den eigenen betriebswirtschaftlichen Daten und denen vergleichbarer Unternehmen auseinanderzusetzen. Offenheit, Ehrlichkeit und ein professionelles betriebliches Rechnungswesen bestimmen die Qualität der Ergebnisse. Ein grundsätzliches Vertrauensverhältnis und Verschwiegenheit sind die Voraussetzungen für den weiteren Austausch der Partner.
Hintergrundinformationen zur Thematik und zum methodischen Vorgehen wurden im Rahmen des Lehr- und Handbuches „Städtetourismus“ von Landgrebe und Schnell (Ausgabe 2005) veröffentlicht. |