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Ökonomische Effekte von Großschutzgebieten

Auftraggeber: Bundesamt für Naturschutz

Jahr: 2004 bis 2006

 

Projektbeschreibung:

Bei dieser Studie handelt es sich um die Untersuchung der Bedeutung von Großschutzgebieten für den Tourismus und die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Als Großschutzgebiete werden Nationalparke, Naturparke und Biosphärenreservate bezeichnet.
Im Müritz-Nationalpark und den Naturparken Altmühltal und Hoher Fläming wurden

  • sowohl Besucherzählungen mit Kurzinterviews (Zufallsstichproben)
  • als auch ausführliche Gästebefragungen

durchgeführt.
Die Ergebnisse wurden mehrfach gewichtet (z.B. Tages- und Übernachtungsgäste, Wochentage, Jahreszeit) und für die drei Großschutzgebiete hochgerechnet. Zur Gewichtung wurden folgende Einflussfaktoren herangezogen:

  • zeitliche (z.B. Saison-/Wochen-/Tagesrhythmus)
  • räumliche (z.B. Frequentierung der verschiedenen Standorte)
  • strukturelle (z.B. Tages-/Übernachtungsgäste)
  • witterungsbedingte (z.B. gutes und schlechtes Wetter)

Anhand der Zähl- und Befragungsergebnisse wurden Umsatz-, Einkommens- und Beschäftigungseffekte durch die Besucher der Großschutzgebiete ermittelt. Neben den direkten Wirkungen durch die Ausgaben der Touristen wurden auch die indirekten Effekte durch Vorleistungslieferungen in die Analyse einbezogen.
Die Zahl der Nationalpark-Besucher im engeren Sinn (Großschutzgebiet als Hauptgrund für den Aufenthalt) kann für das Management ein wichtiger Erfolgsmesser für die Öffentlichkeitsarbeit und die touristische Positionierung sein.
Die Ergebnisse dieses Forschungsprojektes haben Kennzahlen hervorgebracht, welche die regionalwirtschaftlichen Wirkungen des Tourismus in Großschutzgebieten aufzeigen. Damit konnte ein Beitrag zur Versachlichung der Diskussion über eine verträgliche touristische Inwertsetzung von Großschutzgebieten geleistet werden.

 
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