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18. OSV-Tourismusforum: Oben angekommen, oben bleiben – Investitionen als Schlüssel für die Zukunft des Tourismus in Ostdeutschland

Donnerstag, 05. März 2015

Alles neu, macht der Mai... oder in diesem Jahr der März. Nach 17 Jahren Sparkassen-Tourismusbarometer im ICC-Berlin fanden wieder mehr als 800 Besucher den Weg zum OSV-Tourismusforum, das erstmals im neuen CityCube stattfand.

Neu ist auch die kostenfreie App zum Sparkassen-Tourismusbarometer Ostdeutschland mit allen Informationen zur Veranstaltung und mehr! 

Tourismus in Ostdeutschland: Eine Erfolgsgeschichte in vier Kapiteln – Fortsetzung folgt

Mit einem Bruttoumsatz von über 20 Milliarden Euro, über 150 Millionen Übernachtungen in gewerblichen Betrieben und im Grauen Beherbergungsmarkt sowie knapp einer halben Milliarde Tagesgästen ist der Tourismus in Ostdeutschland längst zu einem Megamarkt geworden.

Blickt man über den aktuellen Rand hinaus auf die langfristige Entwicklung von Indikatoren wie Übernachtungen, Gastgewerbeumsatz, Beschäftigtenzahlen oder Investitionsquoten, so zeigen 25 Jahre Deutsche Einheit, dass die Tourismusentwicklung unterschiedliche Phasen durchlaufen hat. Nach Neugier und Entdeckung ist der Tourismus in Ostdeutschland über die Treiberrolle im Deutschlandtourismus in die Reifephase hineingewachsen.

Wachstumsmotoren und Entwicklungsfelder in Ostdeutschland

Wachstumsmotoren für den Tourismus in Ostdeutschland waren in der letzten Dekade in erster Linie der Städtetourismus und die ausländischen Nahmärkte. Bei den Quartierformen standen und stehen vor allem Hotels und Hotels garnis oben in der Gästegunst.

Auch gezielte Maßnahmen zur Saisonverlängerung zeigen Wirkung. Neue Impulse sind dagegen im Kulturtourismus, bei den Aktivangeboten und rund um das Thema Mobilität gefragt.

Chancenfelder für die Zukunft:

  • Qualität: Qualitätsorientierung konsequent fortsetzen, Spielraum bei der Preisstellung prüfen
  • Internationalisierung: Mittel bündeln, auch osteuropäische Märkte strategisch entwickeln, Anreize für Mehrausgaben schaffen, Service optimieren
  • Innovationen und Strukturen: Trends sichten und aufnehmen, Branche und Multiplikatoren mitnehmen


Zukunftsfähige Investitionen für den Tourismus in Ostdeutschland

Finanzierung ITB 2015 dwifInvestitionen spielten bereits in der Vergangenheit eine zentrale Rolle. Sie gaben in den bisherigen Phasen des Ostdeutschland-Tourismus wesentliche Impulse.Typisch für ein Produkt im Reifestadium standen in den vergangenen Jahren insbesondere Anstrengungen zur Verbesserung der Servicequalität auf der Agenda.

Für eine auch zukünftig florierende Tourismuswirtschaft braucht es nun parallel dazu eine (Re-)Investitionswelle in die Hardware. Und es gibt zwei weitere Gründe, sich gerade jetzt dem Thema Investitionen und deren Finanzierung zu widmen:

  • Erstens sind die kommunalen Kassen klamm, wobei die ostdeutschen Länder im Bundesvergleich gar nicht so schlecht dastehen. Die angespannten Haushalte führen zu harten Verteilungskämpfen und es stellt sich vielerorts die Frage, wie viele Ressourcen für die freiwillige Aufgabe Tourismus heute und morgen noch bereitgestellt werden müssen.
  • Zweitens existiert ein scheinbares Paradoxon auf der Unternehmerseite. Die Tourismusunternehmen beurteilen die Geschäftslage einerseits immer besser, aber ihre Investitionsbereitschaft sinkt.


Die Mischung macht ́s! Alternative Finanzierungsformen als Ergänzung zur klassischen Finanzierung

In der Finanzierung touristischer Vorhaben ist ein Perspektivwechsel gefragt: Einerseits sollten die Akteure auf die unterschiedlichen Anforderungen von Gastgewerbe und Freizeitwirtschaft eingehen, andererseits mit neuen Ideen und neuen Finanzierungsstrategien auf die individuellen Investitionsbedürfnisse reagieren.

Beim Thema „innovative Finanzierungsinstrumente" geht es um neue Wege der Kombination verschiedener Geldquellen in der richtigen Reihenfolge und im richtigen Umfang, die für das jeweilige Vorhaben geeignet sind. Eigen-, Fremdkapital, Fördermittel, Unternehmensanleihen, Business Angels oder Crowdfunding, all das gilt es zu prüfen.


Nachhaltige Entwicklungsdynamik durch Investitionspartnerschaften der öffentlichen Hand und der Unternehmen

Idealerweise gehen öffentliche und private Investitionen in Form von Partnerschaften Hand in Hand und führen gemeinsam zu einer Attraktivitätssteigerung des Ortes und zu einer stabilen bzw. steigenden touristischen Nachfrage. Dadurch sollte sich ein Kreislauf von Investition und Re-Investition in Gang setzen, der den Ort dauerhaft wettbewerbsfähig hält.

Vier Faktoren kennzeichnen erfolgreiche Partnerschaften:

  1. Eine konzeptbasierte, langfristige Entwicklungs- und Investitionsplanung der Kommune (flankiert durch den Landkreises und ggf. weitere Partner), die sowohl Aussagen trifft zu notwendigen kommunalen, als auch privatwirtschaftlich erforderlichen Vorhaben.
  2. Eine darauf aufbauende, aktive und ebenfalls langfristig angelegte und finanzierte Prozesssteuerung und ihrer Umsetzung durch die Gemeinde.
  3. Ein aktiver Einbezug der Betriebe, ihrer Visionen und Innovationskraft durch die Kommune und ihre Beteiligung an der Tourismusentwicklung des Ortes.
  4. Verbindliche, selbstverständlich auf Freiwilligkeit beruhende, (Investitions-) Partnerschaften zwischen Kommune und Tourismuswirtschaft mit konkreten Vereinbarungen über Aktivitäten"

Mehr zum Sparkassen-Tourismusbarometer lesen Sie hier.

 

Impressionen

Impressionen ITB 2015 dwif 

 

 

 

 

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