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Nachhaltige Mobilitätskonzepte für Touristen im Öffentlichen Verkehr mit Fokus auf Regionen im Bereich von Großschutzgebieten

Freitag, 12. September 2014

Der Modal Split im Deutschlandtourismus wird in hohem Maße vom Individualverkehr geprägt. Diese starke Fokussierung verursacht beachtenswerte CO2-Emissionen, was gerade für sensible Naturregionen wie National- und Naturparks sowie Biosphärenreservate problematisch ist. Vor diesem Hintergrund erstellt der dwif e.V. mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Bahn Stiftung eine Studie, die aufzeigen soll, welche Organisations- und Finanzierungsmodelle die Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in den Reisezielen fördern bzw. hemmen.
  • dwif: Nachhaltige Mobilitätskonzepte für Touristen im Öffentlichen Verkehr mit Fokus auf Regionen im Bereich von Großschutzgebieten
    Projektförderer der Grundlagenstudie ist die Deutsche Bahn Stiftung
Im Juli 2015 wurden ein Leitfaden und Empfehlungen zur Mitfinanzierung spezifischer Mobilitätsangebote für Touristen durch die Kurtaxe veröffentlicht.

Mehr erfahren Sie hier.

 

Informationen zum Projekt

Derzeit hat der öffentliche Verkehr in Deutschland nur einen geringen Anteil am touristischen Modal Split. Vielmehr wird der Großteil der Tages- und Übernachtungsreisen der Deutschen im Inland mit dem PKW unternommen. Sowohl der Transfer der Touristen zwischen Quell- und Zielgebiet als auch die Mobilität vor Ort führen durch den starken Fokus auf den Individualverkehr zu CO2-Emissionen.

Nachhaltige Mobilitätskonzepte, bei denen eine verstärkte Nutzung des öffentlichen Verkehrs im Vordergrund steht, können Verhaltensänderungen bei der Tourismusobilität und Alltagsmobilität bewirken und einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Verbesserung der Grundversorgung insbesondere in ländlich geprägten Regionen leisten.

Gerade in ländlichen Räumen wird das öffentliche Verkehrsnetz tendenziell eher rück- als ausgebaut. Anders als in städtischen Ballungsgebieten ist hier oft keine Grundauslastung durch die einheimische Bevölkerung gewährleistet. Abseits der Städte stellen die öffentlichen Verkehrsmittel daher bislang nur in begrenztem Maße eine Alternative zum Individualverkehr dar.

Eine intensivere touristische Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel kann nur durch attraktive Angebote erreicht werden und könnte zu einem erweiterten Streckennetz und zu einer dichteren Taktung führen. Dies würde wiederum die Attraktivität für die einheimische Bevölkerung erhöhen.

 

Handlungsleitfäden für die Umsetzung nachhaltiger Mobilitätskonzepte

Diese Grundlagenstudie, die der dwif e.V. nun erstellt, soll Aufschluss über die Stärken und Schwächen nachhaltiger Mobilitätsangebote geben. In einem ersten Schritt werden vorliegende Studien ausgewertet und Expertengespräche mit Akteuren aus Politik, Verkehr und Tourismuspraxis geführt. Anhand von Modellregionen sollen darauf aufbauend Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren für die Umsetzung nachhaltiger Tourismusobilitätskonzepte abgeleitet werden.

Zudem wird im Laufe des Projektes eine bundesweite Repräsentativbefragung durchgeführt, um mehr über die nachfrageseitigen Anforderungen an und Erfolgskriterien für touristische Mobilitätsangebote zu erfahren.

Das Ergebnis der Studie bilden praxisorientierte Handlungsleitfäden mit Lösungsansätzen für eine zukunftsweisende Umsetzung nachhaltiger Mobilitätskonzepte. Sie sollen im vierten Quartal 2015 vorliegen.

Pressemitteilung Deutsche Bahn Stiftung

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