dwif-Corona-Kompass

Wir möchten Destinationen, Gastgewerbe und Freizeitwirtschaft an dieser Stelle nutzenstiftende Fakten zu den Auswirkungen der aktuellen Krise geben und gemeinsam mit Ihnen den Blick in die Zukunft richten.

Sie alle sind mit der Bewältigung der durch das Coronavirus ausgelösten Krise beschäftigt. Die Nachfrage ist eingebrochen, Existenzen stehen auf dem Spiel, ein Ende ist nicht absehbar, wenngleich Recovery-Strategien vielerorts mittlerweile zumindest wieder eine Perspektive bieten. Wie groß die Verluste an Nachfrage, Umsätzen und Einkommen sein werden, wird sich erst allmählich herausstellen.

SICHER IST: Unsere Branche trifft es extrem hart und sie wird eine lange Erholungsphase benötigen.

SICHER IST AUCH: Die Unternehmer*innen, Geschäftsführer*innen und alle diejenigen, die Rückgänge quantifizieren und darüber in internen Gremien oder der Öffentlichkeit berichten müssen, werden fragen: Trifft es uns härter als andere, genauso stark oder kommen wir vielleicht glimpflicher davon, weil unsere kreativen Gegenmaßnahmen die Folgen abfedern? Leidet der Übernachtungstourismus stärker als der Tagestourismus? Wie sehr trifft es die einzelnen Segmente der Freizeitwirtschaft?

Sie brauchen Vergleichszahlen, wir liefern Ihnen das erforderliche Benchmarkwissen: Schritt für Schritt und immer dann, wenn belastbare Daten vorliegen. Wie Sie es von uns kennen, sind es Zahlen und Fakten aus unserem dwif-eigenen Datenschatz sowie aus weiteren, fundierten Quellen.

dwif-Corona-Kompass liefert Fakten

Wichtige Schlüsselkennziffern mit kommentierten Infografiken finden Sie in unserem dwif-Corona-Kompass. Diese können Sie mit Ihrer Situation vor Ort vergleichen.

Laufend aktualisierte Einschätzungen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Deutschlandtourismus und unser Blick auf die zu erwartenden Regenerationsgeschwindigkeiten in einzelnen Tourismusseg-menten runden unser Informationspaket ab.

Rund 35 Mrd. Euro Verlust

in den Destinationen in Deutschland durch die Auswirkungen des Coronavirus
allein in den Monaten März, April und Mai 2020

Nach unserer Hochrechnung ist allein für die Monate März, April und Mai 2020 mit Umsatzeinbußen von rund 35 Mrd. Euro in den Destinationen in Deutschland* zu rechnen. Der Tagestourismus hat daran einen Anteil von knapp 60 Prozent.

Rund 24 Prozent beträgt der Marktanteil der Monate März, April und Mai am Gesamtjahr im Deutschlandtourismus. Dies gilt für Übernachtungen und noch stärker für den Tagestourismus (über 27 Prozent).

24 % Marktanteil der Übernachtungen der Monate März, April und Mai an einem „Normaljahr“

Für die Berechnung des Umsatzausfalls konnten die Übernachtungszahlen der amtlichen Statistik für März sowie aktuelle Zahlen des dwif-Tagesreisenmonitors berücksichtigt und die Nachfrage für den Mai auf Basis der jeweiligen Lockerungen der Reise- und Bewegungseinschränkungen sowie Wiedereröffnungen einzelner Segmente und Anbietergruppen hochgerechnet werden.

*Fahrtkosten für die An- und Abreise sowie die notwendigen Vorleistungen sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Worauf wir uns jetzt einstellen müssen

dwif Corona-Kompass Übernachtungstourismus

ÜBERNACHTUNGSTOURISMUS

Der Marktanteil der Übernachtungen für die Monate März, April und Mai an einem Normaljahr liegt in Deutschland laut amtlicher Statistik zwischen 20 und 25 Prozent (abhängig vom Bundesland und Destinationstyp). Dieser Wert gibt somit eine Orientierung für die zu erwartenden Nachfrageausfälle, hochgerechnet auf das Gesamtjahr und nach aktuellem Stand.

Umsatzausfälle in Höhe von 15 Mrd. Euro

In unseren vorläufigen Schätzungen gehen wir für den Übernachtungstourismus von Umsatzausfällen in Höhe von knapp 15 Mrd. Euro in den Destinationen in Deutschland für den Zeitraum März/April/Mai 2020 aus.

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Neben den akuten Effekten rechnen wir im weiteren Saisonverlauf 2020 damit, dass sich die Feriendestinationen auf ein verstärktes Kurzfristgeschäft einstellen müssen, das geprägt sein wird von Stornierungen und Zurückhaltung bei Vorbuchungen bestimmter Zielgruppen (durch z. B. subjektives Unsicherheitsempfinden). Gleichzeitig erwarten wir vermehrt Anfragen derer, die schlicht „raus wollen“.

Die Geschwindigkeit der Recovery und die Chancen, wieder Umsatz zu generieren, sind dabei immer stärker von den jeweiligen Bundesland-Regelungen abhängig, in dem sich ein Betrieb befindet. Und eben diese Rahmenbedingungen werden zunehmend intransparent. Immer mehr Bundesländer gehen den Weg, lediglich den Rahmen zu Hygienevorschriften und Abstandsregeln vorzugeben. Die Details, die Umsetzung und die Prüfung werden nach unten delegiert. Orte, Betriebe und Gesundheitsämter tragen dafür die Verantwortung. Offen ist, wie das in der Praxis tatsächlich umgesetzt und kontrolliert wird.

In Städten ist eine weitere Zuspitzung zu erwarten, da es hier noch keine umfassenden Lösungsansätze oder Stufenpläne z. B. für das Veranstaltungsgeschäft gibt, wenngleich einige Bundesländer bereits erste Schritte in diese Richtung gehen. Längere Planungszeiträume sowie Ängste und Unsicherheiten werden das Geschäft noch länger begleiten. Wir gehen davon aus, dass der derzeitige Attraktivitätsverlust durch
das Meiden einer hoher Personendichte und die nur schwer mögliche „Teilhabe am Stadtleben“ noch mindestens bis nächstes Jahr andauern wird.

Atmosphäre/Flair, Bummeln, Gastroerlebnisse und Veranstaltungen besuchen – eben vieles von dem, was den Aufenthalt in einer Stadt attraktiv macht, wird in der gewohnten Form nicht möglich sein. Hinzu kommt die in der Regel höhere Bedeutung des internationale Reiseverkehrs, der länger brauchen wird, um wieder anzuspringen.

Ob sich die Corona-Krise langfristig stärker auf den Deutschland-Tourismus oder den Outgoing-Tourismus der Deutschen auswirken wird und in welche Richtung, kann noch niemand einschätzen. Auch wenn ab Mai/Juni 2020 die Stufenpläne der Bundesländer zur Recovery von Freizeit und Tourismus anlaufen und damit auch wieder privat motivierte Reisen in die deutschen Destinationen erlaubt sind, ist weiterhin mit starken und lang anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie zu rechnen.

Bundesländerwerte im Überblick


GASTGEWERBE

Nach mehreren Rekordjahren in Folge und erfolgreichen Zeiten des Wachstums ist die Corona-Pandemie für das Gastgewerbe ein echter Stresstest. Durch die vergleichsweise niedrigen Eigenkapitalquoten verfügen die meisten Gastgewerbe-Betriebe über wenige Reserven, eine derartige Krise länger durchzustehen. Insbesondere in der Gastronomie, wo die Eigenkapitalquoten meist deutlich im einstelligen (oder sogar negativen) Bereich liegen, dürfte sich die betriebswirtschaftliche Situation noch dramatischer entwickeln.

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Doch nicht nur die radikalen Umsatzeinbußen treffen die Branche ins Mark. Die hohen Fixkostenbelastungen stellen ein weiteres gravierendes Problem dar. Personal- und Mietaufwandsquoten mit zum Teil deutlich über 40 Prozent drücken auf die Liquidität.

Die verhältnismäßig niedrigen Cashflow-Raten machen deutlich, welch geringe Mittel den Gastgewerbe-Betrieben aus eigener Kraft für die so notwendigen Maßnahmen in Erneuerungen, Renovierungen etc. im Allgemeinen zur Verfügung stehen. Investitionsquoten von zumeist unter 2 Prozent sind daher oftmals auch ein Resultat dieser mäßigen Innenfinanzierungskraft. Die Umsatzeinbußen durch die aktuellen Entwicklungen lassen die Befürchtung zu, dass viele Betriebe ihre Investitionen bis auf Weiteres zurückstellen werden und dadurch ein großer Investitionsstau entsteht bzw. dieser verstärkt werden wird.

Durch die Möglichkeit der Wiedereröffnung haben viele Betriebe eine Perspektive bekommen. Da-bei müssen jedoch Abstandsregelungen, Kontingentierung und strenge Hygienevorschriften berücksichtigt werden. Nach einer Umfrage des Dehoga benötigen die Betriebe für einen erfolgreichen Wiedereinstieg jedoch nach Eigenangaben rund 70 Prozent ihres durchschnittlichen Umsatzes. Jeder Betrieb muss entsprechend individuell kalkulieren, was eine Eröffnung mit Einschränkungen bedeutet, wenn z. B. in einem Gastronomiebetrieb nur 50 Prozent der Plätze besetzt werden können, jedoch das Personal im Service und Küche annähernd auf Vollbetrieb fahren muss, um den Betrieb sicher zu stellen, zusätzlich aber noch weitere Fixkostenbelastungen entstehen, z. B. durch Sicherheitspersonal, Online-Reservierungssoftware und /oder Hygienevorschriften.

Die Branche wird somit bis zur Aufhebung der Restriktionen weiteren Unterstützungsbedarf haben.

dwif-Einschätzungen zu Corona-Hilfsmaßnahmen

Mehrwertsteuersenkung: Die Mehrwertsteuersenkung auf 7 Prozent wurde bereits beschlossen. Allerdings befristet auf ein Jahr ab dem 1. Juli 2020 und nur auf Speisen, nicht auf Getränke. Die erhofften Effekte wie Anhebung der Gehälter, gesteigerte Investitionen o. Ä. werden sich allerdings erst zeitverzögert zeigen. Wahrscheinlich ist, dass die freiwerdenden Gelder erst einmal für die Existenzsicherung der Betriebe verwendet werden. Doch auch dafür müssen erst wieder Umsätze in erheblichem Umfang auflaufen.

Kurzarbeitergeld: Die Arbeitnehmer*innen profitieren derweil von der Neuregelung des Kurzarbeitergeldes mit Erhöhungen ab dem 4. und 7. Monat. Bei den verhältnismäßig niedrigen Gehältern, der nicht Berücksichti-gung von Trinkgeldern und Zuschüssen im Gastgewerbe ist dieser Schritt enorm hilfreich.). Wichtig in diesem Zusammenhang wären aber auch die Sicherstellung der erforderlichen personellen Kapazitäten bzw. eine digitale Abwicklung der neuen Kurzarbeiterregelung innerhalb der Bundesagentur für Arbeit, damit die Gelder zeitnah zur Verfügung gestellt werden können.

Liquiditätsengpässe: Liquiditätshilfen, die schnell und unbürokratisch zur Verfügung gestellt werden können, werden dringend benötigt. Müssen die Gelder zurückbezahlt werden, droht mittel- bis langfristig ein Investi-tionsstau, der die Branche anhaltend gefährden könnte.

dwif Corona-Kompass Gastgewerbe

dwif Corona-Kompass Freizeitwirtschaft & Tagestourismus

FREIZEITWIRTSCHAFT & TAGESTOURISMUS

Der Tagestourismus ist ein milliardenschweres Standbein im Deutschlandtourismus, wichtig für eine kontinuierliche Auslastung vieler Betriebe über das gesamte Jahr hinweg und gleichzeitig in vielen Bereichen eine epidemiologische Herausforderung.

Umsatzausfälle in Höhe von 20 Mrd. Euro

In einem „Normaljahr“ entfällt mehr als jeder vierte Tagesausflug auf den Zeitraum März/April/Mai. Zudem gehören die Einrichtungen, die von Schließungen betroffen waren und sind, zu den Top-Aktivitäten der Ausflügler*innen. Nach unserer vorläufigen Schätzung könnten sich die Umsatzausfälle für diese drei Monate im Tagestourismus auf gut 20 Mrd. Euro belaufen.

Im dwif-Tagesreisenmonitor erheben wir kontinuierlich Marktdaten zum Tagestourismus. Inzwischen liegen uns aktuelle Zahlen zum Tagesreiseverhalten der Deutschen im ersten Halbjahr 2020 vor.

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Die Ergebnisse des dwif-Tagesreisenmonitors zeigen eindrucksvoll, wie sich das Tagesausflugsverhalten wöchentlich verändert hat. Grundsätzlich ist zu beobachten:

  • Gastronomiebesuche sind eingebrochen
  • Besuch von Freizeiteinrichtungen und Veranstaltungen sind eingebrochen
  • Nach einem Shoppingboom zu Beginn des Monats März kam dieser durch die Schließung der Geschäfte jäh zum Erliegen.
  • Die klassische „Spazierfahrt“ erlebte eine beeindruckende Renaissance.

Dass dennoch Tagesauflüge durchgeführt wurden, liegt auch daran, dass jegliche Art von Aufenthalten in der Landschaft und der Natur (Spazieren, Wandern, Radfahren) in ihren Anteilswerten stark gestiegen sind.

Mehr erfahren Sie in unserer News Tagesreiseverhalten der Deutschen in Zeiten der Corona-Krise: Aktuelle Daten & Fakten vom 27. Juli 2020.

Wir sind weiterhin überzeugt, dass die Regenerationsgeschwindigkeit im Tagestourismus sehr hoch ist. Aber: Das ursprüngliche Tagesreisevolumen bzw. ein Umsatz von 100 Mrd. Euro jährlich in Deutschland (2019) wird kurz- bis mittelfristig kaum erreicht werden. Die Gründe dafür sind, dass

  • viele Anlässe noch längerfristig keine Impulsgeber für eine Tagesreise sein werden (Besuch von Veranstaltungen oder bei Tagesgeschäftsreisen der Besuch von Tagungen, Messen, Kongressen),
  • die Mengenbeschränkungen in Sehenswürdigkeiten und Freizeiteinrichtungen für eine Reduzierung der Tagesausflüge sorgen,
  • gleichzeitig nicht alle aktuell vermiedenen Veranstaltungs- oder Freizeitparkbesuche durch andere Tagesausflugsformen substituiert werden.

Und wenn die Krise abflaut?

Unsere Kurzeinschätzungen zur Regenerationsgeschwindigkeit wichtiger Marktsegmente

Seit März 2020 erarbeiten wir kontinuierlich Aktualisierungen, welche Marktsegmente sich mit welcher Geschwindigkeit erholen könnten. Dabei handelt es sich um „natürliche“ Regenerationsgeschwindigkeiten aus Marktperspektive (ohne staatlich gelenkte Eingriffe) und unter Voraussetzung einer schrittweisen Rücknahme der Restriktionen. Sie stellen keine Empfehlungen für eine Reihenfolge dar.

  • Regeneration Tagestourismus: sehr schnell

    • rasche Teilregeneration mit bedingten Nachholeffekten zu erwarten; ein Normalniveau ist 2020/2021 eher nicht zu erreichen
    • sehr schneller hoher Nachfragedruck auf öffentliche Bereiche, Gastronomie, Freizeiteinrichtungen nach Lockerung der Restriktionen (insb. Hotspots)
    • Belastung durch steigenden Individualverkehr
    • Verringerte Umsatzmöglichkeiten durch „Mengenbeschränkung"
    • zunächst ist mit einer Regeneration im direkten Wohnumfeld der Besucher*innen (geringe Entfernungen) zu rechnen

  • Regeneration Geschäftsreiseverkehr: schnell

    • schnelle Regeneration aufgrund von Nachholbedürfnis wahrscheinlich
    • standardmäßige Infragestellung persönlicher Begegnungen/rigideres Travel-Management der Firmen
    • mittelfristig könnten bewährte neu eingeübte digitale Kommunikationsformate die Nachfrage reduzieren
    • behördliche/firmeninterne Vorgaben bzgl. erlaubter Anzahl von Personen bei Treffen
    • Einflussfaktor: Erlaubnis für grenzüberschreitende Fahrten

  • Regeneration MICE-Sektor: mittel bis langsam

    • sehr stark von behördlichen Auflagen geprägt
    • Versammlungsrestriktionen/Großveranstaltungen)
    • bewährte neu eingeübte digitale Kommunikationsformate reduzieren Nachfrage
    • internationale Reisebeschränkungen
    • Hygiene und Abstandsvorgaben kaum bis extrem schwierig einzuhalten
    • Begleitprogramm nur eingeschränkt attraktiv
    • raschere Regeneration bei kleineren Veranstaltungen

  • Regeneration längere Urlaubsreisen: mittel

    • Chance auf Inlandsreiseboom (Sicherheitsbedürfnis; internationale Reisebeschränkungen), aufgrund längerer Planungszeiträume kaum Nachholeffekte; derzeit zeichnen sich in den Vorbuchungen schon längere Aufenthaltsdauern ab
    • nach Öffnung der Grenzen auch Nachfrage aus den Nachbarländern mit einer erdgebundenen Anreise
    • ggf. negative Wirkungen von Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit/Einkommensausfällen
    • Belastung durch steigenden Individualverkehr
    • bestimmte Unterkunftsformen im Vorteil (Ferienwohnungen/-häuser, Freizeitwohnsitze, Camping)

  • Regeneration Kurzreisen (Verwandten-/Bekanntenbesuche, naturbezogener und Wohnmobil-Tourismus): schnell

    • starkes Nachholbedürfnis/hoher Nachfragedruck
    • vornehmlich Inlandsgetrieben
    • Preissensibilität und ggf. (temporär) geringeres verfügbares Einkommen
    • Belastung durch steigenden Individualverkehr
    • bestimmte Unterkunftsformen im Vorteil (Ferienwohnungen/-häuser, Freizeitwohnsitze, Camping)

  • Regeneration Kurzreisen (Städte-, Kultur- und Eventreisen): mittel

    • starkes Nachholbedürfnis/hoher Nachfragedruck steht
    • Nutzungskonkurrenz der eigenen Bevölkerung gegenüber
    • Belastung durch steigenden Individualverkehr
    • vornehmlich Inlandsgetrieben und nach Öffnung der Grenzen aus den Nachbarländern mit einer erdgebundenen Anreise
    • Attraktivitätsverlust: hohe Personendichte, „Teilhabe am Stadtleben“ nur eingeschränkt möglich (Atmosphäre/Flair, Bummeln, Gastroerlebnisse, Veranstaltungen)

Für alle Marktsegmente gilt

Vertrauen, der Wunsch der Menschen, sich aus den Einschränkungen zu „befreien“, aber auch Kund*innenbindungsmaßnahmen und eine transparente Kommunikation der Destinationen und Betriebe werden eine wichtige Rolle spielen. Denn Ängste und Unsicherheiten bleiben ständige Begleiter, bei Gästen, Anbietern und Mitarbeiter*innen. Aufklärung vorab und vor Ort, Besucherlenkung und Rücksichtnahme erhalten dadurch eine noch zentralere Bedeutung.

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Update 27. Juli 2020

-67 Prozent weniger Tagesreisen der Deutschen während der Corona-Krise!

Die Menschen in Deutschland haben während der Corona-Krise (gezwungenermaßen) auf viele Tagesausflüge verzichtet. Im Vergleich zu den Vorjahren fanden phasenweise nur 33 Prozent der gewöhnlich getätigten Tagesausflüge statt. Seit den Lockerungen Mitte Mai geht der Trend im Tagestourismus jedoch erfreulicherweise stetig in Richtung „Normalniveau“ und immer mehr Deutsche sind wieder unterwegs... was nicht überall auf Begeisterung stößt. Die Details präsentieren wir Ihnen in der aktuellen Ausgabe unseres dwif-Tagesreisenmonitor.

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Wir unterstützen Sie!

Unser Team steht Ihnen bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie mit Rat, Tatkraft und speziellen Beratungsleistungen zur Seite.

Berechnungen & Beratung für Ihre Destination

Wir quantifizieren für Sie die pandemieinduzierten Umsatzverluste in Ihrer Destination und unterstützen Sie bei der Ausarbeitung eines Aktionsplans.

Coaching in der
Corona-Krise

Phasen mit vielen und starken Unsicherheiten wie durch das Coronavirus bringen uns an unsere Grenzen. Wir unterstützen Sie dabei, Sie und Ihr Team durch die Krise zu führen.

Klein- & Mittelstandsberatung für das Gastgewerbe

Phasen mit vielen und starken Unsicherheiten wie durch das Coronavirus bringen uns an unsere Grenzen. Wir unterstützen Sie dabei, Sie und Ihr Team durch die Krise zu führen.

Kommunale Kosten-Nutzen-Bilanz

Wir liefern Ihnen Fakten zur kommunalwirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus in Ihrer Destination inkl. Tipps im Umgang mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Fokus Destinationsmanagement

dwif-Corona-MindMap

Wie sich das Destinationsmanagement in der Restart-Phase verändert und was jetzt für DMOs wichtig wird

UPDATE*  MindMap 2.0: Post-Lockdown – was jetzt für DMO wichtig wird

Unsere Anfang April 2020 veröffentlichte MindMap 1.0 hat in der Branche viel Anklang gefunden. Uns erreichten zahlreiche Anregungen und Impulse aus verschiedenen Regionen. Die Gespräche mit Branchenvertreter*innen und Destinationsmanager*innen im Rahmen unserer Corona-Coachings haben uns zu einer Neuauflage der dwif-Corona-MindMap 2.0 inspiriert.
Die nun beginnende Restart-Phase ist genau der richtige Anlass, die Aufgabenschwerpunkte von DMOs in Zeiten von und nach Corona neu zu justieren. Unsere MindMap 2.0 soll dabei eine erste Orientierung geben.

dwif-Corona-MindMap 2.0

Welche Folgen hat die Corona-Pandemie für Destinationen und DMOs? Was sind die akuten Auswirkungen? Was kommt mittel- und langfristig auf die DMOs zu? Was lässt sich schon heute absehen, was ist noch völlig offen? Erwächst aus der Krise vielleicht sogar Gutes?
dwif-Corona-MindMap

MindMap 1.0: Kurs halten in der Krise

Unsere dwif-Destinationsmanagementexpert*innen haben sich dazu Gedanken gemacht, die sie gerne mit der Branche teilen möchten. Herausgekommen ist unsere dwif-Corona-MindMap – eine Sammlung fachlicher Einschätzungen, Ideen, Anregungen und Themen, über die Sie als Destinationsmanager*in in Ihrem Team intensiv weiter nachdenken können.

Wir werden unsere dwif-Corona-MindMap in regelmäßigen Abständen aktualisieren und als Brainfood für die Branche zur Verfügung stellen.

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In Kontakt bleiben!

Durch ein virtuelles Netzwerktreffen für die Touristiker*innen in Ihrer Destination. Wir unterstützen Sie dabei!
  • In Kontakt bleiben!

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Sie möchten mit Ihren Partner*innen vor Ort im Kontakt bleiben, um sich regelmäßig zur aktuellen Lage auszutauschen und gemeinsam die Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen?
Wir unterstützen Sie bei der Organisation und Durchführung Ihres virtuellen Netzwerktreffens. Wir bieten auf Wunsch einen Einstiegs-Vortrag und diskutieren gemeinsam mit Ihnen und Ihren Akteur*innen Wege, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen.

Fokus Gastgewerbe

Fakten & Tipps

Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf das Gastgewerbe und die Hotellerie? Was passiert aktuell in der Branche und worauf sollte sie sich mittelfristig in der Krise einstellen?

Das Gastgewerbe in Zeiten der Corona Krise

Unsere dwif-Experten Stefan Obermoser und Heiko Rainer geben im Rahmen der Lernkurve von destinet.de ihre Einschätzung der Lage im Gastgewerbe (Stand Mitte April 2020), wohlwissend, dass die Dynamik der Krisenentwicklung noch gar nicht absehbar ist.

Vieles ist ungewiss, aber einige wichtige Schritte können Sie als Gastgeber bereits jetzt umsetzen! Wir unterstützen Sie mit Rat und Tat dabei.

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dwif-Online-Reihe „Gästelenkung in Touristischen Destinationen“

dwif-Online-Reihe „Gästelenkung in touristischen Destinationen“: Sind Sie dabei?

Als Destinationsvertreter*in brauchen Sie tragfähige Lösungen zur Gästelenkung und genau diese möchten wir mit unserer kostenfreien dreiteiligen Online-Reihe in den Fokus rücken. Teil I der Online-Reihe startete im Juli, Teil II und III folgen im September bzw. November.


5 Schritte zu mehr Agilität im Tourismus

03. August 2020: Die rasante Veränderung der Wirklichkeit seit Mitte März 2020 ist der stärkste Treiber, wenn es darum geht, wie die Tourismusbranche agiler werden kann.

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15. Juli 2020: Mit welchen Angeboten und Ideen kann der Städtetourismus im Jahr 2020 bestehen? Unser Kollege Markus Seibold war als einer von drei Branchenexperten bei der Online-Reihe "ahgz klartext": Städtetourismus 2020 retten - Handlungsempfehlung für Hoteliers" der ahgz am 09. Juli 2020 vor der Kamera.


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„Die Welt vor Ort entdecken“. Erlebnisse im lokalen Umfeld als Chance für den Tourismus in der Re-Start-Phase

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Juni-UPDATE: dwif-Corona-Befragung liefert aktuelles Stimmungsbild der Branche

08. Juni 2020: Der Neustart des Tourismus im Zuge der Corona-Krise ist in allen Bundesländern erfolgt. Auch die Öffnung der europäischen Grenzen steht kurz bevor. Abstandsregelungen und Hygienemaßnahmen werden den Tourismus jedoch längerfristig begleiten. Unser Update der Kurzbefragung im Rahmen der Sparkassen-Tourismusbarometer bringt auf den Punkt, wie es der Branche aktuell geht.


Corona-Krise & ihre Folgen – Warum agiles Arbeiten jetzt wichtiger wird

05. Juni 2020: In diesem März standen wir leider nicht, wie sonst in jedem Jahr, vor rund 800 Gästen im ITB CityCube auf der Bühne, um die Ergebnisse des Sparkassen-Tourismusbarometers Ostdeutschland 2020 zu präsentieren.

Aufgeschoben ist jedoch nicht aufgehoben: Wir haben die Zeit genutzt und das aktuelle Tourismusbarometer um zahlreiche fundierte Hinweise zu den Auswirkungen der Corona-Krise ergänzt. Und: Das diesjährige Branchenthema "Agilität & New Work" erhält durch die Krise noch mehr Relevanz. Die Ergebnisse präsentieren wir Ihnen nun virtuell: Rund 60 Minuten spannende Fakten und nutzenstiftende Tipps als Video für Sie und Ihr Team.

Vorbereitung zum Videodreh für das Sparkassen-Tourismusbarometer 2020

Lars Bengsch und Karsten Heinsohn bei den Vorbereitungen zur ersten virtuellen Präsentation des Sparkassen-Tourismusbarometers Ostdeutschland.


4 Strategische Handlungsfelder auf dem Weg zu einem digitalen, resilienten Hotel

26. Mai 2020: Erfolgsfaktor Digitalisierung vs. Corona-Krise: Welche Herausforderungen entstehen in Beherbergungsbetrieben durch die Krise? Welche Chancen bietet die Digitalisierung? Der Frage, wie Hotels die Krise überstehen und danach erfolgreich durchstarten, geht das Fraunhofer IAO nach. In unserer aktuellen "Zahl der Woche" haben wir die wesentlichen Aspekte für Sie zusammengefasst.

Weiterleitung dwif-Zahl der Woche
Weiterleitung dwif-News

Branche diskutiert Folgen von Corona für die Tourismuswirtschaft

19. Mai 2020: Unsere dwif-Jahrestagung und Forschungsbeiratssitzung stand in diesem Jahr notwendiger Weise ganz im Zeichen der aktuellen Corona-Krise. Gemeinsam mit 85 Touristiker*innen aus ganz Deutschland diskutierten wir virtuell und rege zu vier Themenblöcken. Wichtig war es uns dabei, den Blick nach vorne zu richten und konkrete Handlungs- und Unterstützungsbedarfe der Branche zu benennen.



Sonderanalysen zur Corona-Krise für die Länder & Regionen des Sparkassen-Tourismusbarometers

13. Mai 2020: Auch im Rahmen des Sparkassen-Tourismusbarometers machen wir das, was wir können und das, wofür Sie uns kennen: Wir geben Ihnen Orientierung, anhand von belastbaren Daten und gutachterlichen Einschätzungen.
Die aktuelle Ausgabe der Kurzberichte enthält deshalb ein Corona-Special mit aktuellen Daten & Fakten für die Bundesländer & Regionen.

Kurzbericht Sparkassen-Tourismusbarometer OSV Corona-Special

Ostdeutschland

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Kurzbericht Sparkassen-Tourismusbarometer SH Corona-Special

Schleswig-Holstein

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Kurzbericht Sparkassen-Tourismusbarometer NDS Corona-Special

Niedersachsen

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Kurzbericht Sparkassen-Tourismusbarometer WL Corona-Special

Westfalen-Lippe

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70 Prozent Minus durch Corona bei Tagesreisen

Tagesreisen: Minus 70%

11. Mai 2020: Die aktuellen Ergebnisse des dwif-Tagesreisenmonitors im Rahmen des Corona-Kompass zeigen eindrucksvoll, welche Auswirkungen die deutschlandweit verhängten Ausgangsbeschränkungen auf den Tagestourismushaben. Das für den Deutschland-Tourismus so wichtige Segment ist im März 2020 um bis zu 70 Prozent eingebrochen.


2. Zukunftstag Destinationen: Reisen mit Corona – das Aus für nachhaltige Mobilität?

08. Mai 2020: Reisen mit Corona – Stehen wir vor dem Ende der nachhaltigen (Tourismus-)Mobilität? Diese Frage stellten wir uns gemeinsam mit Tourismuszukunft und verschiedenen Fachexpert*innen am Montag in einer virtuellen Diskussionsrunde im Rahmen des 2. Zukunftstages für Destinationen. Hier fassen wir die wesentlichen Erkenntnisse kompakt für Sie zusammen.

Weiterleitung dwif-News

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Online-Vortrag "Orientierung für Destinationen"

30. April 2020: Wir haben in der letzten Woche aktiv und mit Herzblut die Zukunftstage für Destinationen von unserem Kooperationspartner Tourismuszukunft unterstützt. Die Veranstaltung bot der Tourismusbranche zahlreiche Online-Vorträge und virtuelle Diskussionen, die sich vor allem mit der ersten Schockphase nach dem Lockdown befassten und wie sich die Tourismusorganisationen auf die Krise eingestellt haben.
Wir haben für Sie ein Best-Of unseres Online-Vortrages "Orientierung für Destinationen" sowie ein Paper zu den übrigen Sessions zusammengestellt.

Aktuelles Stimmungsbild der Branche

14. April 2020: Eine dwif-Befragung lokaler/regionaler Tourismusorganisationen und der Freizeitwirtschaft im Rahmen des Sparkassen-Tourismusbarometers spiegelt das aktuelle Stimmungsbild in der Branche zu den Themen wirtschaftliche Effekte, Personalsituation, besondere Aktivitäten und Krisenkommunikation wider. Das Stimmungsbild zur Corona-Krise wird ab jetzt kontinuierlich aktualisiert.

Weiterleitung dwif-Corona-Befragung

60 % der Gastgewerbe-Betriebe in NRW befürchten Insolvenz

27. April 2020: Eine Blitzumfrage der IHKn in Nordrhein-Westfalen Mitte April 2020 zeigt, wie stark die einzelnen Branchen im Bundesland von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen sind. Teilgenommen haben über 3.200 Unternehmen, davon 600 aus den Branchen Reisegewerbe, Gastgewerbe und Einzelhandel.
Weitere Informationen zur Auswirkung der Corona-Krise auf den Tourismus in Nordrhein-Westfalen lesen Sie im Living Paper des Tourismus NRW e.V. Hier finden sich neben Zahlen und Prognosen auch Handlungsempfehlungen, wie sich Akteur*innen auf die Zeit nach der Krise vorbereiten können.

DTV-Broschüre „Zahlen-Daten-Fakten“ inkl. dwif-Corona-Kompass erschienen

17. April 2020: Der DTV hat sein aktuelles Faktenpapier veröffentlicht. Die Broschüre bilanziert die Wirtschaftskraft und das Reisevolumen vor der Krise. Um der aktuellen Situation Rechnung zu tragen, werden zu Beginn die  wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Tourismus in der Coronakrise in den Blick genommen.

TrustYou Rückgang der Gästebewertungen

Gästebewertungen: Minus 97%

06. April 2020: Aufgrund der Reisebeschränkungen gibt es derzeit einen noch nie dagewesenen weltweiten Rückgang an Hotelübernachtungen. Der „Travel Health Index“ von TrustYou meldet einen drastischen Rückgang der abgegeben Hotelbewertungen. Das dwif & TrustYou Destinations-Ranking 2020 zeigt parallel dazu, welche Destinationen im Vorjahr bundesweit starke Benchmarks setzen konnten.

Internationale Touristenankünfte könnten durch Corona 20-30% zurückgehen

30. März 2020: Die UNWTO hat ihre aktualisierte Bewertung möglicher Auswirkungen der Corona-Krise auf den internationalen Tourismus veröffentlicht. Angesichts der beispiellosen Einführung von Reisebeschränkungen auf der ganzen Welt erwartet die Welttourismusorganisation, dass die Zahl der internationalen Touristenankünfte im Jahr 2020 im Vergleich zu 2019 um 20 bis 30 Prozent sinken wird.

Ihre Ansprechpartner

Sie haben Fragen dazu, benötigen weitere Daten, eine Einordnung Ihrer Situation in den Gesamtzusammenhang?
Wir sind für Sie da und unterstützen Sie gerne.

Dr. Mathias Feige

Geschäftsführer

Meine Antennen auf die Zukunft ausrichten und uns stets am Puls der Zeit halten. Das ist anregend, aufregend und sehr befriedigend.

Lars Bengsch

Geschäftsführer

Datenschätze heben – Ich möchte Marktforschung für Sie zum Aha-Erlebnis machen.

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