58 % der Freizeiteinrichtungen müssen geplante Investitionen verschieben oder canceln

Eine dwif-Befragung von Freizeiteinrichtungen im Rahmen des Sparkassen-Tourismusbarometers und in Rheinland-Pfalz spiegelt das aktuelle Stimmungsbild in der Branche zu den Themen Wirtschaftliche Situation, Personalsituation, Wiedereröffnung, Umsetzung von Hygienemaßnahmen und Investitionen wider. Insgesamt haben sich 170 Freizeiteinrichtungen in zehn Bundesländern beteiligt.

dwif Zahl der Woche: 58 % der Freizeiteinrichtungen müssen geplante Investitionen verschieben oder canceln (Bild: freepik)

dwif-Kurzbefragung der Freizeitwirtschaft

Wenngleich die meisten Freizeiteinrichtungen nach und nach wieder öffnen können, werden diese auch in den kommenden Wochen und Monaten noch vor viele Herausforderungen gestellt. Eine Kurzbefragung in den Freizeiteinrichtungen der am Sparkassen-Tourismusbarometer beteiligten Bundesländer und in Rheinland-Pfalz soll hierbei Orientierung bieten.


Themen der aktuellen dwif-Corona-Kurzbefragung

  • Wirtschaftliche Situation
  • Personalsituation
  • Wiedereröffnung
  • Umsetzung von Hygienemaßnahmen
  • Investitionen

Herzlichen Dank!

Insgesamt haben 170 Freizeiteinrichtungen in insgesamt zehn Bundesländern an der Befragung teilgenommen. Herzlichen Dank dafür! Die wichtigsten Ergebnisse haben wir Ihnen im Folgenden zusammengestellt.

 

Kultur- & Freizeiteinrichtungen unter Restriktionen vielerorts wieder geöffnet

Jede zehnte Freizeit- und Kultureinrichtung konnte ihre Türen bereits Ende April 2020 wieder öffnen. Im Mai kamen weitere 58 Prozent hinzu. Zum Befragungszeitpunkt Anfang Juni hatten demnach über zwei Drittel der Anbieter der Freizeitwirtschaft unter Einhaltung der länderspezifischen Restriktionen wieder geöffnet.

Erste reale Besucherzahlen für die Re-Start-Phase werden im Juli verfügbar sein. Etwa 17 Prozent der befragten Einrichtungen konnten noch keinen konkreten Wiedereröffnungstermin benennen. Hierunter fallen vor allem Thermen/Spaßbäder und andere Einrichtungen, die schlichtweg in einigen Bundesländern noch nicht öffnen dürfen, bei denen ein Hygienekonzept aufgrund der Rahmenbedingungen nicht umsetzbar ist oder für die es sich aus betriebswirtschaftlichen Gründen noch nicht rentiert, wieder zu eröffnen.

 

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Wirtschaftliche Effekte in der Freizeitwirtschaft: Stimmung hellt sich auf

18 Prozent der befragten Kultur- und Freizeiteinrichtungen sehen sich nach wie vor in ihrer Existenz bedroht. Vor einem Monat lag dieser Wert noch bei 26 Prozent. Damit setzt sich die Stabilisierung in der Freizeitwirtschaft im Zuge der schrittweisen Lockerungen der Restriktionen fort.

Weiterhin stehen nach eigenen Aussagen eher privatwirtschaftliche Akteure als solche in kommunaler Trägerschaft kurzfristig vor existenziellen Fragen. Besonders der Wegfall des Gruppengeschäftes macht vielen Einrichtungen zu schaffen. Langfristig bleibt abzuwarten, inwiefern die freiwilligen Aufgaben Kultur und Tourismus durch die angespannter werdenden öffentlichen Haushalte in vielen Kommunen auf den Prüfstand gestellt werden und somit auch die Arbeit kommunaler Einrichtungen berührt.

 

 

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Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen: Freizeitwirtschaft hat umfangreiche Maßnahmen ergriffen

Die Limitierung der Besucherzahlen, Desinfektionsspender im Eingangsbereich und eine Maskenpflicht sind die häufigsten Maßnahmen, den Restriktionen im Zuge der Corona-Pandemie für die Wiedereröffnung nachzukommen.

Auch eine Verkürzung der Reinigungsintervalle sowie eine verstärkte Besucherlenkung vor Ort gehören dazu. Ausschließlich auf Vorab-Ticketing mit festen Zugangszeiten setzen dagegen die wenigsten Akteure. Zudem sind bei mehr als der Hälfe der Einrichtungen nach wie vor Teilbereiche nicht zugänglich oder Führungen ausgesetzt worden.

 

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Auswirkungen der Corona-Pandemie dämpfen Investitionsbereitschaft

Bereits seit Längerem wird über einen möglichen Investitionsstau im Tourismus als Spätfolge der Corona-Pandemie diskutiert. In der Freizeitwirtschaft gehen 27 Prozent der Befragten Einrichtungen davon aus, dass sie Investitionen möglicherweise verschieben oder ganz ausfallen lassen müssen. Für ein knappes Drittel ist dies bereits jetzt sehr wahrscheinlich.

Vor diesem Hintergrund benötigt die Branche auch mittelfristig Unterstützungsprogramme, um die Attraktivität und Qualität des Angebotes sicherzustellen.

 

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Personalsituation entspannt sich

Die Corona bedingten Maßnahmen im Zuge des geringeren Arbeitsanfalls bzw. zur Reduktion der Personalkosten werden langsam und schrittweise zurückgefahren. Anfang Juni arbeiteten 42 Prozent der Freizeiteinrichtungen (Mai: 34 Prozent) wieder nahezu auf dem Niveau vor der Corona-Pandemie.

Auch der Höhepunkt der Nutzung des Instrumentes der Kurzarbeit scheint erreicht. Rund 41 Prozent der Befragten hatten Anfang Juni fest Angestellte auf Kurzarbeit gesetzt.

 

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Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Wir möchten uns noch einmal ganz herzlich bei allen Akteur*innen bedanken, die uns so tatkräftig bei der Befragung durch Ihre Einschätzung unterstützt haben. Ende Juli / Anfang August veröffentlichen wir ein weiteres Update unserer dwif-Corona-Befragung im Rahmen des Sparkassen-Tourismusbarometers, um die Entwicklung kontinuierlich zu monitoren.

Wir halten Sie hier bei uns auf der Website und auch in den Kurzberichten des Sparkassen-Tourismusbarometers auf dem Laufenden!

 


 

dwif-Corona-Befragung: Update September 2020

dwif Tourismus Corona Befragung Teaser70% der Touristiker*innen fürchten Langfrist- oder Spätfolgen der Corona-Pandemie. Eine dwif-Befragung im Rahmen des Sparkassen-Tourismusbarometers spiegelt das aktuelle Stimmungsbild in der Branche zu den Themen Entwicklung der Nachfrage im Juni/Juli, Investitionsbereitschaft, Personalsituation und Folgen der Corona-Pandemie wider.

Das interessiert mich!

 

UPDATE* dwif-MindMap 2.0: Post-Lockdown

dwif Corona MindMap 2.0 QuadratUnsere Anfang April 2020 veröffentlichte MindMap 1.0 hat in der Branche viel Anklang gefunden. Uns erreichten zahlreiche Anregungen und Impulse aus verschiedenen Regionen, die uns zu einer Neuauflage der dwif-Corona-MindMap 2.0 inspiriert haben. Die nun beginnende Restart-Phase ist genau der richtige Anlass, die Aufgabenschwerpunkte von DMOs in Zeiten von und nach Corona neu zu justieren.

Weiter zur dwif-Corona-MindMap 2.0

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