Airbnb mit starkem Wachstum in Deutschland

Rund 122.000 sogenannte „Active Rentals“ sind bundesweit auf Airbnb gelistet – ein Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bayern ist hierbei führend vor Nordrhein-Westfalen und Berlin.

dwif Zahl der Woche: 16 Prozent Wachstum bei den Airbnb „Active Rentals“ in Deutschland (Bild: freepik)

 

„Active Rentals“ auf Airbnb in Deutschland um 16 Prozent gestiegen

Unsere einmal jährlich durchgeführte Auswertung der AirDNA-Daten für die Sharing-Plattform Airbnb zeigt: Zwischen Februar 2018 und Februar 2019 sind die sogenannten „Active Rentals“ auf Airbnb in Deutschland um 16 Prozent auf 122.000 gestiegen.

Bayern ist hierbei mit rund 18.000 Active Rentals führend vor Nordrhein-Westfalen (rund 17.500) und Berlin (rund 15.000). Am stärksten war die Zunahme in Baden-Württemberg (+51 Prozent), Schleswig-Holstein (+45Prozent) und Sachsen-Anhalt (+36 Prozent). 

(Quelle https://www.airdna.co Stand Februar 2019)

 

Sharing-Plattformen bilden Teil des Privatvermietermarktes ab

In den letzten Jahren hat das Sharing im Unterkunftsbereich stark an Bedeutung gewonnen. Entstanden ist diese Idee in den Städten, um den eigenen Wohnraum zeitweise unterzuvermieten und den Gästen Insidertipps durch die lokalen Gastgeber*innen zu liefern.

Mittlerweile hat sich der Ansatz der Sharing-Portale jedoch weiterentwickelt. Vor allem in ländlichen Gegenden bieten die Plattformen heute vielfach auch herkömmliche Ferienwohnungen an und bilden so einen Teil des klassischen Privatvermietermarktes ab.

Neben Unterkünften vermittelt Airbnb zudem inzwischen auch Restaurants sowie „Experiences“ (besondere Tagesprogramme) und „Adventures“ (mehrtägige Gruppenreisen mit Erlebnischarakter) durch lokale Gastgeber*innen.

 

ZDW dwif Sharing Airbnb Facts

 

Positive Effekte für die Qualitätsentwicklung

Das Angebot auf den Sharing-Plattformen sorgt für einen Qualitätsschub bei klassischen Ferienwohnungen, da diese sich nun mit Gastgeber*innen aus aller Welt und innovativen Unterkunftskonzepten messen müssen. 2019 liegen besondere und naturnahe Unterkünfte mit einem „reduzierten Lifestyle“ im Trend.

Auf Airbnb hat sich die Nachfrage nach Tiny Houses, Scheunen und Kuppelhäusern mehr als verdoppelt. Zudem erfreuen sich interessanterweise Landgasthöfe deutlich steigender Beliebtheit auf der Sharing-Plattform.

(Quelle: https://press.airbnb.com/de)

Auch bei Airbnb selbst schreiten die Bemühungen für ein Mehr an Qualität voran: Anbieter*innen können sich als Airbnb-Plus-Gastgeber*in auszeichnen lassen, was Gästen geprüfte Qualität garantiert. Für 149 US-Dollar besichtigt Airbnb die Unterkünfte und überprüft diese auf mehr als 100 Punkte, bevor sie den Status „Airbnb Plus“ erhalten. Anschließend wird das ent-sprechende Objekt professionell fotografiert, so dass alle Airbnb-Plus-Inserate den gleichen Präsentationsstandard aufweisen.

 

Airbnb-Zielgruppe ist jünger und internationaler

Durch Airbnb können Gastgeber*innen auch neue Zielgruppen für ihre Unterkünfte gewinnen. In Deutschland sind insbesondere die jüngeren, besser gebildeten Menschen mit dem Konzept vertraut (bisher rund 8 Prozent der Bevölkerung).

(Quelle: „Teilen digital. Verbreitung, Zielgruppen und Potenziale des Peer-to-Peer Sharing in Deutschland“ 2017 https://www.peer-sharing.de)

Rund 40 Prozent der Airbnb-Reisenden sind zwischen 18 und 29 Jahren alt, weitere rund 45 Prozent zwischen 30 und 49 Jahren. Die privat reisende Zielgruppe dieses Angebots ist zudem internationaler, technologieaffin, reiselustig und preisbewusst. Seit 2016 spricht Airbnb auch gezielt Familien an.

(Quellen: „Reisebericht 2018 – Reisende aus Deutschland auf Airbnb 2018“; "Der Konkurrenzkampf zwischen Airbnb und klassischer Hotellerie. Wie sich die Luxushotellerie dagegen schützen kann, am Beispiel der Mandarin Oriental Hotel Group.“ Erman, Bengisu 2016)

Davon zu unterscheiden sind Geschäftsreisende, die in Airbnb-Unterkünften Aspekte vorfinden, die Hotels teilweise vermissen lassen, darunter die vielfältige Auswahl unterschiedlicher Unterkünfte, Gemütlichkeit, Wohlfühlfaktor und die Ausstattung für mehr Eigenständigkeit (zum Beispiel Kochmöglichkeit). Airbnb verzeichnet rund 40.000 Unternehmen in Deutschland, in denen mindestens ein*e Mitarbeiter*in bereits eine Geschäftsreise über die Plattform gebucht hat.

(Quellen: „Reisebericht 2018 – Reisende aus Deutschland auf Airbnb 2018“)

 

Grenzen zwischen Hotels, Ferienwohnungen und Sharing-Angeboten verschwimmen 

Um als Vermieter*in von dieser positiven Entwicklung profitieren zu können, sind marktgerechte Angebote gefragt. Vorbei ist die Zeit, in der die reine Übernachtungsleistung im Fokus stand.

Die Zukunftschancen der Vermietenden hängen auch davon ab, inwiefern es ihnen gelingt, relevante Trends aufzunehmen und ihr Angebot auf die spezifischen Bedürfnisse definierter Zielgruppen auszurichten, denn die Gäste werden anspruchsvoller und suchen verstärkt Erlebnisse mit Mehrwert.

Insofern stellt die Sharing Economy das die klassischen Unterkünfte einerseits vor neue Herausforderungen und setzt Maßstäbe, andererseits liefert sie wichtige Hinweise, welche Ansprüche zeitgemäße Ferienunterkünfte erfüllen müssen.

Ohnehin werden die Grenzen zwischen Hotels, Ferienwohnungen und Sharing-Angeboten zunehmend verschwimmen. Idealerweise wird das Beste aus den jeweiligen Segmenten miteinander kombiniert, also beispielsweise der Service und Komfort der Hotellerie mit den Freiheiten der Ferienwohnungen und dem persönlich-individuellen Charakter der Sharing-Unterkünfte.

 

"Schöne neue Welt? Von klassischen Ferienwohnungsanbietern und der Sharing Economy"

Sparkassen Tourismusbarometer WL Bericht 2019 Cover...so lautet das aktuelle Branchenthema des Sparkassen-Tourismusbarometers 2019 in Westfalen-Lippe.

Welches Marktvolumen verbirgt sich eigentlich hinter Angeboten aus den Bereichen Ferienwohnungen und Sharing in den einzelnen Regionen? Wie steht es um die Qualität und Marktfähigkeit? Wo liegen die Zukunftschancen für Kleinanbieter?

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