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Urlaubsgäste in Deutschland: Aktuelle Qualitätsmonitor-Infografik 2020 mit Zahlen & Fakten erschienen

Montag, 12. Oktober 2020

Unsere aktuelle dwif-Infografik zur deutschlandweiten Gästebefragung „Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus“ zeigt auf einen Blick die neuesten Infos zur Gästestruktur und den Stationen der Customer Journey der Urlaubsgäste in Deutschland. Die Befragung lief zwischen Mai 2019 und März 2020. Sie wird als Basis dienen, um Änderungen im Reiseverhalten und der Gästezufriedenheit durch die Corona-Pandemie feststellen zu können.

dwif-Marktforschung: Urlaubsgäste in Deutschland - Infografik 2020 des Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus mit Zahlen & Fakten

Ein paar Basisinfos vorweg

Die deutschlandweite Gästebefragung Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus wurde 2007 ins Leben gerufen. Bislang wurden bereits über 150.000 Vor-Ort-Interviews mit Übernachtungsgästen aus dem In- und Ausland durchgeführt. Damit ist der Qualitätsmonitor eine der umfassendsten Informationsquellen zum Thema Gästeverhalten und Gästezufriedenheit von Urlaubern und Geschäftsreisenden in Deutschland.

Seit mehr als 11 Jahren stellt der Qualitätsmonitor für die Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. eine zentrale Informationsquelle über ausländische Gäste aus 15 verschiedenen Herkunftsländern dar. Zahlreiche Destinationsmanagement-Organisationen in Deutschland (darunter u.a. Berlin, Hamburg, München, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern) nutzen das Tool, um individuelle Auswertungen für ihre Zielgruppen vorzunehmen. Durch die Verwendung eines einheitlichen Fragebogens in ganz Deutschland, können sich alle Teilnehmer*innen mit ihren Wettbewerbern (andere Städte, Regionen, Bundesländer) in anonymisierter Form in einem Online-Auswertungstool vergleichen.

 

Was wird sich durch Corona ändern?

Die aktuellen Ergebnisse der deutschlandweiten Gästebefragung Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus des Befragungsjahres 2019/2020 (Laufzeit Mai 2019 bis März 2020) liegen jetzt vor. Diesen Datenschatz möchten wir Ihnen als Tourismusexpert*innen natürlich nicht vorenthalten, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Ergebnisse als Basis dienen, um Änderungen im Reiseverhalten und der Gästezufriedenheit durch die Corona-Pandemie feststellen zu können.

Unser Marktforschungsteam hat deshalb auch in diesem Jahr wieder die wichtigsten Fakten zu den Urlaubsgästen aus dem In- und Ausland in Deutschland für Sie in einer kompakten Infografik zusammengefasst.

Druckversion der Infografik downloaden

 

Qualitaetsmonitor Gaestebefragung Infografik 2020 I dwif

Gästestruktur: Urlaubsgäste in Deutschland sind im Schnitt 42,9 Jahre alt

Urlaubsgäste in Deutschland reisen zu rund 43 Prozent als Paar und sind im Schnitt 42,9 Jahre alt. Rund jeder fünfte Urlaubsgast ist innerhalb einer Familie mit Kindern unterwegs und 14 Prozent der Urlauber*innen in Deutschland sind alleine hier.

Ein Blick in ausgewählte Details: Urlauber*innen aus dem Ausland sowie Gäste in den Städten und Bergregionen sind etwas jünger. Mittelgebirgs-Urlauber*innen hingegen im Schnitt fast zwei Jahre älter. In den Küstenregionen verbringen vergleichsweise viele Paare ihren Urlaub (64 Prozent). Auch der Anteil der Familien mit Kindern unter 14 Jahren liegt dort bei überdurchschnittlichen 26 Prozent, in Städtedestinationen hingegen nur bei 9 Prozent. Dort sind die Besucher*innen häufiger mit Freund*innen/Bekannten unterwegs. Der Stammgästeanteil (Besuchserfahrung in der Region) liegt deutschlandweit bei 12 Prozent – bei den über 60-Jährigen erhöht sich die Quote auf 17 Prozent. Urlauber*innen unter 29 Jahren sind erwartungsgemäß selten Stammgäste in einer Region (8 Prozent). Bei den Gästen aus dem Ausland liegt der Stammgäste mit 7 Prozent ebenfalls unter dem Durchschnittswert.

Qualitaetsmonitor Gaestebefragung Infografik 2020 II dwif

Informations-, Entscheidungs- & Buchungsverhalten im Fokus

Rund 2/3 der Deutschland-Urlauber*innen informieren sich vorab über ihren Aufenthalt in Deutschland. Die wichtigsten Informationsquellen sind dabei die Internetseiten der Unterkünfte und der Tourismusorganisationen sowie der Austausch mit Freund*innen, Bekannten und Verwandten.

23 Prozent der Deutschland-Urlauber*innen aus dem In- und Ausland buchen ihren Aufenthalt innerhalb der letzten vier Wochen vor Reiseantritt. Gebucht wird hauptsächlich online (57 Prozent) und direkt bei der Unterkunft (47 Prozent) oder über Internet-Reiseportale/ Buchungsplattformen (31 Prozent).

Ein Blick in ausgewählte Details: Jüngere Urlaubsgäste bis 29 Jahre informieren sich häufiger über Reiseportale, Bewertungsplattformen/ Diskussionsforen oder über ihr persönliches Umfeld. Auch Social-Media-Kanäle werden von ihnen überdurchschnittlich oft genutzt. Für Gäste ab 60 Jahren sind hingegen Reiseliteratur/Reiseführer sowie Broschüren wichtiger. Auch die persönliche Beratung von Reisebüro/-veranstalter spielt für diese Altersgruppe eine größere Rolle. Deutschland-Urlauber*innen aus dem Auswahl informieren sich neben dem Internet überdurchschnittlich häufig über Freund*innen/Bekannte und über Reiseliteratur.

Urlauber*innen in Bergregionen und an der Küste buchen häufiger direkt bei der Unterkunft. Bei Städtereisen spielen hingegen Internet-Reiseportale/Buchungsplattformen eine größere Rolle.

Qualitaetsmonitor Gaestebefragung Infografik 2020 III dwif

Urlaubsarten & Aktivitäten: Womit punktet das Reiseland Deutschland?

Erholungs- und Städteurlaube sind die wichtigsten Urlaubsarten der in- und ausländischen Übernachtungsgäste in Deutschland. Hotels/Hotels garnis (46 Prozent) und Ferienwohnungen (26 Prozent) sind dabei die am häufigsten genutzten Unterkunftsarten. Während des Urlaubes sind Besuche von Restaurants-/Cafés und Sehenswürdigkeiten, Flanieren/Bummeln, spazieren gehen sowie einfach mal auszuspannen die beliebtesten Aktivitäten.

Ein Blick in ausgewählte Details: Ausländische Gäste und Städte-Urlauber*innen übernachten während ihres Aufenthalts überdurchschnittlich häufig in Hotels/Hotels garni (jeweils rund 70 Prozent). Auch die Altersgruppe über 60 Jahre bevorzugt diesen Beherbergungstyp. In den Küstenregionen wählen hingegen 63 Prozent der Gäste eine Ferienwohnung als Unterkunft. Auch in Bergregionen und in der Altersgruppe 30-59 Jahren (Familien mit Kindern) ist diese Unterkunftsform beliebt, wohingegen Urlauber*innen bis 29 Jahren überdurchschnittlich oft in Jugendherbergen/Erholungsheimen unterkommen.

Bei der Analyse der Urlaubsarten wird deutlich: Gäste aus dem Ausland und jüngere Urlauber*innen verbringen überdurchschnittlich gerne Städte- oder Kultur-Urlaube. Aber auch Shoppingreisen, Veranstaltungsreisen und Fun-Urlaube sind in dieser Altersgruppe beliebt. Die Urlauber*innen ab 30 Jahren wählen vergleichsweise häufig einen Erholungsurlaub. Diese Urlaubsform spielt gerade in Berg- und Küstenregionen eine wichtige Rolle. Während Küstenregionen erwartungsgemäß auch bei den Themen Bade- und Familien-Urlaub punkten sind die Berg- und Mittelgebirgsregionen zudem bei Wander- und Natururlauber*innen überdurchschnittlich beliebt.

Naturnahe Aktivitäten wie Wandern und der Besuch von Naturzielen aber auch der der Wunsch nach Ruhe und Ausspannen nehmen mit dem Alter deutlich zu. Sehenswürdigkeiten zu besuchen, Shopping sowie das Nachtleben genießen ist hingegen vor allem für Urlauber*innen bis 29 Jahre attraktiver. Dies gilt auch für die ausländische Urlaubsgäste, für die im Urlaub zudem der Besuch von Museen/Ausstellungen sowie der Genuss typischer Speisen und Getränke eine vergleichsweise wichtige Rolle spielen. Besucher*innen aus Deutschland geben hingegen häufiger an, nichts zu tun/auszuspannen. Auch Schwimmen/Baden, Wandern, Radfahren, Spazieren gehen oder der Besuch von Naturzielen sind bei den Urlaubsgästen aus dem Inland überdurchschnittlich beliebt.

Qualitaetsmonitor Gaestebefragung Infografik 2020 IV dwif 

Begeisterung für das Reiseland Deutschland ungebrochen

Die Deutschland-Urlauber sind mit ihrem Aufenthalt insgesamt zufrieden (Gesamtzufriedenheit: 1,8 bei einer Skala von 1 = äußerst begeistert; 6 = sehr enttäuscht. Viele Angebote und Service werden in einer Spanne zwischen 1,8 und 2,0 (und damit solide, aber nicht herausragend) bewertet. Jüngere und auch Urlaubsgäste aus dem Ausland bewerten ihren Gesamtaufenthalt sowie einige der Angebotsaspekte jedoch etwas kritischer. Auch bei der Wiederbesuchsabsicht für die entsprechende Region weisen diese beiden Gästegruppen unterdurchschnittliche Werte auf.

In den Bergregionen sind die Gäste insgesamt etwas zufriedener als in den anderen Regionen (Ø 1,6). Die Urlauber*innen dort vergeben entsprechend auch überdurchschnittlich positive Bewertungen mit Blick auf die Wiederbesuchs- (Ø 1,8) und Weiterempfehlungsabsicht (Ø 1,7).

Die Begeisterung für das Reiseland Deutschland und auch speziell für die besuchte Destination ist nach wie vor ungebrochen – 84 Prozent wollen ihr Reiseziel sehr sicher bzw. sicher weiterempfehlen.

 

Mehr zum sehr differenzierten Informationsverhalten, aber auch zur Durchführung der Reise, den Zufriedenheiten und Co. der verschiedenen Zielgruppen erfahren Sie im Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus.

Sprechen Sie uns an, welche Infos Sie im Detail interessieren!

 


 

Und wo steht Ihre Destination?

Sie möchten mehr erfahren? Kein Problem. Der Qualitätsmonitor bieten Ihnen umfassende Möglichkeiten auch Ihre Zielgruppen besser einschätzen zu können. Durch die Teilnahme an der Gästebefragung erfahren Sie für Ihre Destination und Ihre Gäste Fakten zu

  • Gästestruktur (Alter, Herkunft, Begleitung etc.)
  • Informations- und Buchungsverhalten
  • Gründe für die Destinationsentscheidung, Reiseerfahrung
  • Besuchsanlass, Reiseverhalten
  • Aktivitäten und Ausgaben vor Ort
  • Zufriedenheit mit den Angeboten/Aktivitäten/Dienstleistungen
  • Weiterempfehlungs-/Wiederbesuchsabsicht
  • Stärken-Schwächen-Analyse

Durch die Verwendung eines einheitlichen Fragebogens in ganz Deutschland, können Sie sich zudem mit Ihren Wettbewerbern (andere Städte, Regionen, Bundesländer) in anonymisierter Form vergleichen.

So wissen Sie nicht nur, wo sie gut bzw. schlecht sind, sondern vor allem, wo Sie besser werden sollten und wo sich neue Potenziale auftun. Entsprechend gilt: Je mehr Organisationen sich beteiligen, umso wertvoller wird das Tool für alle!

 

Schluss mit Powerpoint-Schlachten und Datenbank-Chaos

Es lebe das flexible und einfache Filtern der eigenen Daten! Die Ergebnisse der Befragungen werden zeitnah in das Online-System WEBMARK eingespeist.

So können Sie jederzeit Ihre Auswertungen und Berichte (nach Altersgruppen, Besuchserfahrung, Urlaubsarten, Aktivitätsspektrum, Gründen für die Destinationsentscheidung und viele andere Filter-Aspekte mehr) erstellen, in übersichtlichen Grafiken und Tabellen darstellen und bei Bedarf die Werte exportieren.

Der Qualitätsmonitor liefert Ihnen damit wertvolle Inhalte für Ihre Geschäftsberichte und alle weiteren Informationsmedien (Newsletter etc.).

 


 

Deutschlandweite Gästebefragung Qualitätsmonitor

dwif Gaestebefragung TeaserIm Rahmen des Qualitätsmonitors Deutschland-Tourismus werden in- und ausländische Übernachtungsgäste (Urlauber und Geschäftsreisende) zu ihrem Aufenthalt in gewerblichen Übernachtungsbetrieben und Privatquartieren befragt. Die Gästebefragung läuft, saisonal gewichtet, jeweils über ein Jahr, um ein möglichst repräsentatives Bild und keine Momentaufnahmen zu erhalten.

Durch die Verwendung eines einheitlichen Fragebogens ist es möglich, Daten untereinander zu vergleichen und so Verbesserungspotenziale aufzuspüren – bei regelmäßiger Teilnahme auch im Zeitverlauf. Im Mai startet unsere Gästebefragung in das neue Befragungsjahr. Fragen Sie jetzt Ihr individuelles Angebot für eine Beteiligung an.

Erfahren Sie mehr über Ihre Gäste!

 

Praxistipp: Was Sie bei Gästebefragungen beachten sollten.

Marktforschung Praxistipp GaestebefragungGästebefragungen sind ein beliebtes und nützliches Instrument der Marktforschung, um mehr über die eigenen Gäste, deren Wünsche, Ansprüche und Zufriedenheit zu erfahren. Das Problem dabei: Gästebefragungen in Zielgebieten werden noch zu selten systematisch und statistisch korrekt konzipiert … mit erheblichen Auswirkungen auf die Qualität der Ergebnisse.

Unser Praxistipp schafft Klarheit!

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