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Leitfaden und Empfehlungen zur Mitfinanzierung spezifischer Mobilitätsangebote für Touristen durch die Kurtaxe

Dienstag, 07. Juli 2015

Erster Handlungsleitfaden zum Projekt „Nachhaltige Mobilitätskonzepte für Touristen im Öffentlichen Verkehr mit Fokus auf Regionen im Bereich von Großschutzgebieten" veröffentlicht: Der dwif e. V. erstellt derzeit eine Grundlagenstudie zu dieser Thematik. Projektförderer ist die Deutschen Bahn Stiftung gGmbH.

Die Studie soll dazu dienen, Aufschluss über die Chancen und Potenziale nachhaltiger Mobilitätsangebote zu geben sowie mögliche Optionen zu deren Organisation und Finanzierung aufzuzeigen.

  • dwif: Erster Handlungsleitfaden zum Projekt „Nachhaltige Mobilitätskonzepte für ländliche Tourismusregionen“ veröffentlicht
    Projektförderer der Grundlagenstudie ist die Deutschen Bahn Stiftung gGmbH
Der Modal Split im Deutschlandtourismus wird in hohem Maße vom Individualverkehr geprägt. Diese starke Fokussierung verursacht beachtenswerte CO2-Emissionen, was gerade für sensible Naturregionen wie National- und Naturparks sowie Biosphärenreservate problematisch ist.


Vor diesem Hintergrund erstellt der dwif e.V. mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Bahn Stiftung eine Studie, die aufzeigen soll, welche Organisations- und Finanzierungsmodelle die Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in den Reisezielen fördern bzw. hemmen.

Die Studie soll Aufschluss über die Stärken und Schwächen nachhaltiger Mobilitätsangebote  geben. Dazu wurden bereits vorliegende Studien zur (Tourismus-)Mobilität ausgewertet, es werden permanent projektbegleitende Expertengespräche mit Akteuren aus Politik, Verkehr und Tourismuspraxis geführt sowie Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren für die Umsetzung nachhaltiger Mobilitätskonzepte anhand von Praxisbeispielen abgeleitet. Zudem startet im Sommer eine bundesweite Primärerhebung, die sich den nachfrageseitigen Anforderungen an und Erfolgskriterien für touristische Mobilitätsangebote widmet.


Erster Handlungsleitfaden zum Thema „Kommunale Abgabengesetze (KAG) und touristische Mobilitätskonzepte" liegt vor

Neben einem Ergebnisbericht werden vom dwif verschiedene praxisorientierte Handlungsleitfäden mit Lösungsansätzen für eine zukunftsweisende Umsetzung nachhaltiger (Tourismus-)Mobilitätskonzepte  ausgearbeitet.

Ein erster Leitfaden liegt nun vor. Er gibt Antwort auf die für viele Touristiker drängende Frage: „Ist die Mitfinanzierung spezifischer Mobilitätsangebote über die Kurtaxe möglich?" und beschäftigt sich dabei unter zwei Blickwinkeln mit den KAGs:

  • mit der Zweckbindung der Kurtaxe im Hinblick auf Mobilitätsangebote sowie
  • mit den erhebungsberechtigten Gemeinden.

Verschiedene Beispiele aus der Praxis (z. B. KONUS, HATIX, GUTi) zu nachhaltigen (Tourismus-)Mobilitätskonzepten in Ferienregionen zeigen, dass die Kurtaxe mitunter sehr erfolgreich zur Mitfinanzierung spezifischer Verkehrsangebote für den touristischen Nutzer herangezogen wird. Sie kann damit Einfluss auf die Entwicklung von Mobilitätsangeboten nehmen und einen Beitrag zur Verkehrsverlagerung leisten. Entscheidend ist dabei das im jeweiligen Land geltende KAG, da es die rechtliche Grundlage für die Kommunen zur Einführung und Verwendung der Kurtaxe schafft.

Der vorliegende Vorabauszug zur Studie gibt eine aktuelle Übersicht über die geltenden KAGs in Deutschland, bewertet diese im Hinblick auf die Verwendung für Mobilitätsangebote und leitet klare Empfehlungen zur möglichen Anpassung der geltenden Gesetzestexte an die aktuellen Entwicklungstendenzen ab.

Zudem spricht sich der dwif e.V. im Rahmen des Leitfadens für eine allgemeine Öffnung der Kurtaxe für engagierte (auch nicht prädikatisierte) Tourismusgemeinden aus und stellt die notwendigen Schritte auf dem Weg zu einer KAG-Änderung dar. 

Download

Nachhaltige Mobilitaetskonzepte Tourismus Leitfaden dwif