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OSV-Tourismusbarometer 2019: Tourismus braucht nachhaltige Mobilitätslösungen!

Donnerstag, 07. März 2019

Unter dem Titel „Gästewünschen auf der Spur – was Daten sagen und Trends verraten“ haben wir heute vor rund 800 ITB-Gästen die Fakten zur aktuellen Lage im Ostdeutschland-Tourismus vorgestellt. Bei der anschließenden Präsentation des diesjährigen Branchenthemas „Nachhaltige Mobilität“ stand neben den Inhalten noch etwas anderes im Mittelpunkt: Nach 22 Jahren verabschiedeten sich Dr. Mathias Feige und Dr. Manfred Zeiner von der ITB-Bühne...

dwif: Sparkassen-Tourismusbarometer Ostdeutschland 2019 auf der ITB vorgestellt (Bild: pixabay)

Punkt 11:00 Uhr war es für uns wieder soweit: Im ITB CityCube wurden heute die ersten Ergebnisse des Sparkassen-Tourismusbarometers Ostdeutschland 2019 vorgestellt. 

Rund 800 Gäste waren dabei, als Dr. Mathias Feige und Dr. Manfred Zeiner die aktuellen Fakten zum Ostdeutschland-Tourismus kurz und prägnant auf den Punkt brachten. Zum letzten mal in dieser Form. Denn mit der heutigen ITB-Präsentation verabschiedeten sich die beiden nach 22 Jahren fortlaufender Präsenz von der OSV-Bühne...

Eine Art "Generationenwechsel" für uns und auch die Zuschauer*innen. Das diesjährige Branchenthema "Nachhaltige Mobilität" stellten Lars Bengsch und Karsten Heinsohn vor. Vierfache dwif-Power also heute auf der ITB-Bühne im CityCube. Für alle, die nicht dabei sein konnten, hier noch einmal eine Kurzzusammenfassung!

 

Update Juli 2019: Nachhaltige Mobilität – Lösungen im Praxischeck

Sparkassen Tourismusbarometer OSV Bericht 2019

Wir freuen uns sehr über das neue Tourismusbarometer, das im Juli 2019 ganz frisch bei uns eingetrudelt ist! Spannende Fakten rund um den Tourismus in Ostdeutschland und das Thema Mobilität.

Um praxisnahe Erkenntnisse zu gewinnen und den Erfahrungsaustausch zu unterstützen, ist das Sparkassen-Tourismusbarometer 2019 einen neuen Weg gegangen: In fünf Modellregionen wurden Lösungen und Herausforderungen rund um die Handlungsfelder des dwif-Mobilitätsradars aufgespürt.

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Aktuelle Fakten zum Ostdeutschland-Tourismus

Steigende Zufriedenheit, aber an der Hardware ansetzen

Die Zufriedenheit der Übernachtungsgäste in Ostdeutschland ist nach dem aktuellen TrustScore aus dem Februar 2019 weiter gestiegen, auf nunmehr 83,0 Punkte (+0,5 Punkte).

Kleiner Wehrmutstropfen: In Deutschland legte der Zufriedenheitswert insgesamt um 0,7 Punkte auf 83,5 zu. Seit 2015, als Ostdeutschland noch auf dem Bundesdurchschnitt lag, verloren die Länder also sukzessive an Boden. Ansatzpunkte liegen nach wie vor in den Bereichen Zimmerqualität und Internet.

Die TrustYou-Zahlen fokussieren sich auf die Qualität der Beherbergungsbetriebe. Sucht man nach einer Gesamtbewertung der besuchten Destination und ihrer (Service-)Leistungen, kommen neben Bewertungsportalen klassische Gästebefragungen ins Spiel. Hier kann Ostdeutschland punkten: Die Werte für die Wiederbesuchs- und die Weiterempfehlungsabsicht der fünf Bundesländer liegen laut Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus über dem Bundesniveau.

 

Produktqualität und Zielgruppenansprüche prüfen

Ein Blick in die Zahlen der amtlichen Statistik zeigt, dass 2018 wieder einmal stark durch Sondereffekte geprägt war:

  • Der Rekordsommer verhalf dem Campingsegment in allen ostdeutschen Bundesländern zu einem Übernachtungsplus von 10 Prozent und mehr.
  • Dagegen schrumpfte die Nachfrage in der Hotellerie in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen.
  • Investitionen im Harz und im Spreewald treiben die Nachfrageentwicklung dort voran.
  • Die Profiteure des Reformationsjubiläums verzeichneten 2018 insbesondere bei der Auslandsnachfrage Rückgänge auf das Normalniveau.
  • Gleichzeitig übertraf Sachsen erstmals die Marke von 20 Millionen Übernachtungen und Brandenburg verbuchte erstmals mehr als eine Million Übernachtungen aus dem Ausland.

Sparkassen Tourismusbarometer OSV ITB 2019 IDer Tourismus bleibt auf Wachstumskurs, aber Ostdeutschland verliert das dritte Jahr in Folge Marktanteile, auch im Vergleich der Flächenbundesländer.

Wichtig deshalb: Zielgruppenansprüche, die potenziellen Quellmärkte und die Produktqualität genau hinterfragen und Anpassungsbedarfe (insbesondere vor dem Hintergrund des Ziels einer steigenden Wertschöpfung) ableiten.

 

Sparkassen-Tourismusbarometer Ostdeutschland: Kurzfassung zur ITB 2019

Sparkassen Tourismusbarometer OSV Kurzfassung ITB 2019 CoverWeitere Hintergrundinformationen rund um Facts & Figures, den touristischen Arbeitsmarkt und die Gastronomie in Ostdeutschland können Sie noch einmal in Ruhe in unserer Kurzfassung zur ITB-Präsentation nachlesen. . 

Das interessiert mich!

 

Megamarkt Tagestourismus – mehr Wertschöpfung für die Freizeitwirtschaft

Der touristische Megamarkt in Ostdeutschland ist der Tagestourismus, das belegen exklusive dwif-Daten für das Jahr 2017: 518 Millionen Tagesreisen mit einem Gesamtumsatz von über 13 Milliarden Euro!

Genau wie die Übernachtungsgäste, wollen auch diese Besucher*innen die Regionen entdecken und verschiedenste Aktivitäten genießen. Dabei spielt die Freizeitwirtschaft eine wichtige Rolle. Genau dieser Branche brachte der Hitzesommer 2018 keinen Schub. Während Strandkorbvermietung, Eisverkauf und Freibäder jubelten und die Strände so voll waren wie seit Jahren nicht mehr, kamen in die Freizeiteinrichtungen in Ostdeutschland leider weniger Besucher*innen als im Vorjahr. Bei einigen Attraktionen wirken zusätzliche Negativeffekte nach dem Reformationsjubiläum. Dagegen zahlen sich die Investitionen in den Zoos und Tierparks zunehmend aus.

 

Vier Ansatzpunkte für Freizeiteinrichtungen für mehr Wertschöpfung

  • Erlebnisfaktor erhöhen, Innovation und Kreativität ist gefragt: Digitalisierung, Storytelling, Interaktivität
  • Zusatzangebote schaffen, z.B. Mitmach-Kurse, Events, Veranstaltungen, Verleihmöglichkeiten
  • Preisgestaltung flexibilisieren: Yield-Pricing, Bezahl-was-du-willst-Aktionen
  • Kooperationen initiieren: Netzwerke, Tourismus-Cards etc.

 

Sparkassen Tourismusbarometer OSV Infografik ITB 2019

 

Nachhaltige Mobilität im Tourismus in Ostdeutschland

Aktives Management als Erfolgsfaktor für Destinationen

„Mobilität im Tourismus kein neues Thema. Aber: Die gesellschaftlichen und umweltpolitischen Herausforderungen machen es notwendig, das Thema deutlich aktiver anzugehen als bisher,“ leitete Lars Bengsch ein.

 

Mobilitätsanforderungen unterscheiden sich

Lösungsansätze für Tourismusdestinationen müssen die gesellschaftlichen und strukturellen Rahmenbedingungen im Blick behalten. Vor allem das Mobilitätsverhalten unterscheidet sich hinsichtlich der Gewohnheit und bestimmter Anforderungen stark nach urbanen und ländlichen Räumen.

Während in Berlin bereits mehr als 40% der Haushalte kein Auto besitzen, ist es in ländlichen Regionen nicht wegzudenken. Das gilt auch bei der Urlaubsanreise aufs Land und hier nochmals stärker im Tagestourismus (PKW Anreise bei über 90% aller Tagesreisen).

Während in den Ballungsräumen die Mobilitätswende an Fahrt aufnimmt und wachsende urbane Zielgruppen sich zuhause immer digitaler und multimodaler bewegen, überwiegen mit Blick auf ländliche Ziele immer noch die Gegenargumente: die mangelnde Bequemlichkeit und Flexibilität des ÖPNV gegenüber der Anreise mit dem eigenen PKW. Nachhaltige touristische Mobilitätsangebote der Zukunft werden deshalb gerade auf dem Land vor allem bequem und einfach gestrickt sein müssen.

Tourismusregionen sind gut beraten, wenn sie sich in punkto nachhaltige Mobilität ins Gespräch bringen und sich in glaubwürdigen Partnerschaften zum Nahverkehr positionieren. Immer wichtiger wird eine ganzheitliche und strategische Vorgehensweise, denn Komplexität und Aufgabenspektrum nehmen im Bereich Mobilität eher zu als ab.


Nachhaltige Mobilität stabilisiert ÖPNV in der Fläche und stärkt Umwelt- und Urlaubsqualität

Auch wenn Mobilität nicht ganz oben auf der Agenda ostdeutscher DMO steht, wächst der Handlungsdruck laut eigener Wahrnehmung der Destinationsvertreter*innen. Dabei erwarten Gäste nicht nur selbst zunehmend nachhaltige Urlaubsmobilität, sie tragen durch die Nutzung und durch finanzielle Beiträge schon heute vielerorts zur Erhaltung einzelner Linien und Verbindungen im Öffentlichen Verkehr bei. Nachhaltige touristische Mobilität eröffnet neue Spielräume für die Daseinsvorsorge im ländlichen Raum. Auch weitere intrinsische Motive bewegen die Tourismusregionen: Abgase, Lärm und Autolawinen passen nicht zur angepriesenen Urlaubs- und Lebensqualität vor Ort.

 

Mobilitätsradar: Wichtige Handlungsfelder auf dem Schirm haben

Sparkassen Tourismusbarometer OSV ITB 2019 IIUm praxisnahe Erkenntnisse zu gewinnen und den Erfahrungsaustausch zu unterstützen, ist das Sparkassen-Tourismusbarometer einen neuen Weg gegangen.

In fünf Modellregionen wurden Lösungen und Herausforderungen rund um die Handlungsfelder des dwif-Mobilitätsradars aufgespürt.

 

Das dwif-Mobilitätsradar deckt zehn Handlungsfelder ab, um nachhaltige Mobilität ganzheitlich zu erfassen.

Sparkassen Tourismusbarometer OSV ITB 2019 III

 

Konkrete Handlungsfelder für Mobilität im Tourismus

Das Feedback der Verantwortlichen in den ostdeutschen Tourismusregionen und die Erfahrungen aus den Modellregionen lassen vier Kern-Handlungsfelder erkennen, die im derzeitigen Arbeiten mit dem Thema dominieren:


(1) KOOPERIEREN: Nachhaltige Mobilität braucht neue Allianzen und Strukturen.
Hier sind die Partner*innen durchaus bekannt, zum Teil müssen aber auch neue Netzwerke und vor allem Koordinierung (Stichwort: Verkehrsmanager*in) geschaffen werden.


(2) LENKEN & PARKEN: Ein Umdenken gelingt nur mit Feintuning zwischen push & pull-Maßnahmen. Attraktive ÖPNV-Angebote allein reichen nicht aus, um das Umsteigen vom PKW zu erreichen, es geht auch darum, Druck auszuüben, um Autoverkehr zu reduzieren.


(3) PRODUKTE, DIE „ABFAHREN“: Mobilität als Erlebnisbaustein, statt „nur“ Mittel zum Zweck.
Nachhaltige An- und Abreise nach dem Motto „ÖPNV First“ mitdenken, Mobilitätsbausteine integrieren ist gut, aber einen echten Mehrwert aus Mobilität generieren und diesen konsequent kommunizieren, ist noch besser.


(4) FINANZIEREN: Schritt für Schritt, alle Finanzierungsquellen und laufende Kosten im Blick.
Finanzierungsbeiträge für zusätzliche und bessere Angebote werden aus anderen Quellen kommen müssen, vor allem für den dauerhaften Betrieb. Die Frage der nachhaltigen Finanzierung also Schritt für Schritt und immer mit klären.

Als erstes Fazit leiten wir daraus fünf essentielle Erfordernisse für Nachhaltige Mobilität ab:

#ÖPNVfirstDenken
#GästemobilitätSolidarischFinanzieren
#MobilitätTouristischVeredeln
#IntuitivBequemMultimodal
#NutzenKommunizieren&Einbinden

 

Soweit ein kurzer Einblick in unsere heutige Präsentation auf der ITB-Berlin 2019!

Ausführliche Informationen zum Tourismus in Ostdeutschland und den Lösungen für eine nachhaltige Mobilität lesen Sie in unserer ITB-Kurzfassung und ab Sommer im Jahresbericht des Sparkassen-Tourismusbarometers Ostdeutschland!

 

Sparkassen Tourismusbarometer OSV ITB 2019 dwif Collage

 

Marktbeobachtung, Zukunftstrends und konkrete Handlungsempfehlungen

Sparkassen Tourismusbarometer OSV 2018 CoverAufgabe des Tourismusbarometers ist ein permanentes Monitoring der Tourismusentwicklung in den deutschen Destinationen, um daraus nutzenstiftende Impulse für die Branche abzuleiten. Neben Kennzahlenanalysen und Marktforschungserkenntnissen untersucht das Sparkassen-Tourismusbarometer jährlich wechselnde Schwerpunktthemen.

Nutzen auch Sie diese wertvollen Praxishilfen und Handlungsempfehlungen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.

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