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Aufruf für Projektideen! Erreichbarkeit nachhaltiger Tourismusangebote im ländlichen Raum Hessens

Mittwoch, 13. März 2019

Wer vom Trend zu Freizeit und Urlaub in den ländlichen Regionen profitieren will, sollte gut und einfach erreichbar sein. Fremdsprachliche, digitale, gastronomische, barrierefreie und mobile Erreichbarkeit haben zentrale Bedeutung für die Tourismusentwicklung im ländlichen Raum.

Zur Frage der nachhaltigen Angebotsentwicklung im ländlichen Raum erstellen wir aktuell im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen eine Potenzialanalyse. Nach einem „Screening“ des touristischen Ist-Zustands folgt nun ein Aufruf für nachhaltige und innovative Projektideen, die den Tourismus in den ländlichen Regionen Hessens voranbringen.

dwif: Aufruf für Projektideen! Erreichbarkeit nachhaltiger Tourismusangebote im ländlichen Raum Hessens (Bild: freepik)
Nachhaltige & innovative Projektideen gesucht!

Update Mai 2019: Fünf Projektideen ausgewählt

Potenzialanalyse Hessen WS Wetzlar dwifVon den fast 20 eingereichten Projektideen haben wir gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen fünf ausgewählt, die sich jeweils unterschiedlichen Facetten von Erreichbarkeit widmen. Das Spektrum reicht von nachhaltiger Mobilität im Schnittpunkt dreier Bundesländer und mehrerer Landkreise in der Rhön bis zu Ideen für einen Chatbot im Odenwald und im Spessart. Jetzt starteten die Workshops. Den Auftakt machte der Lahn-Dill-Kreis.

Mehr erfahren!

 

Hessen liegt bei Erreichbarkeit im Mittelfeld der Wettbewerber

Der ländliche Raum Hessens mit den dominierenden Mittelgebirgs- und Flusslandschaften profitiert bisher nur unterdurchschnittlich vom Tourismuswachstum.


Potenzialanalyse Hessen dwif ErreichbarkeitTouristische Angebote im ländlichen Raum haben gegenüber dem boomenden Städtetourismus neben mangelnder Wettbewerbsfähigkeit durch KMU-Dominanz und schwache Organisationstrukturen, Investitionsstau und fehlende Destinationsprofilierung vor allem ein mehrdimensionales „Erreichbarkeitsproblem“.

 

Unsere Benchmarkanalyse der hessischen Angebotsstrukturen mit denen der teilweise ähnlich strukturierten Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen bescheinigt dem Bundesland Hessen zwar gute Potenziale bei der öffentlichen Mobilität und dem Zugang zu gastronomischen Leistungen. Bei fremdsprachlichen Informationen & Services sowie der Barrierefreiheit entlang der Customer Journey ist der Handlungsbedarf hingegen groß.

Im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen erstellen wir deshalb aktuell eine umfassende Analyse des Ist-Zustands und konzipieren Umsetzungsprojekte für eine nachhaltige Angebotsentwicklung im ländlichen Raum Hessens inklusive Vorschlägen zur Finanzierung und Förderung.

 

Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus veranschaulicht Gästesicht auf Hessen

Ein wesentlicher Bestandteil des Ist-Screenings ist die Analyse der Gästesicht auf die Stärken und Schwächen des Bundeslandes. Die Ergebnisse der deutschlandweiten Gästebefragung Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus zeigen deutlich, dass mobile Erreichbarkeit ist kein TOP-Entscheidungskriterium ist, um nach Hessen zu reisen.


Potenzialanalyse Hessen dwif AnreiseHessens Städte haben zwar einen Erreichbarkeitsvorteil im öffentlichen Personenverkehr, dieser überträgt sich jedoch bisher nicht auf die ländlichen hessischen Destinationen (Problem der letzten Meile!). Inlandsurlauber wie Incominggäste kommen mehrheitlich per PKW.

Kein Wunder: Nachholbedarf auf dem Land gibt es laut Gästeurteil vor allem bei der Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und bei der Barrierefreiheit des touristischen Gesamtangebots.

 

Digitale Erreichbarkeit im ländlichen Tourismus hat hohe Priorität für alle Zielgruppen

Digitale Erreichbarkeit wird künftig eine noch entscheidendere Anforderung an alle touristischen Angebote im ländlichen Raum sein. Internet und Empfehlung sind Hauptinformationsquellen für den Hessenurlaub (Quelle: Gästebefragung Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus). Insbesondere die Websites der Unterkünfte müssen an der Attraktivität und dem Informationsgehalt feilen, um zielgruppenübergreifend für Gäste aus dem In- und Ausland (Fremdsprachlichkeit!) nutzenstiftend zu sein.

Gerade ländliche Gasthöfe, Sehenswürdigkeiten und Einkaufsmöglichketen sind für die wachsende Zahl der Auslandsgäste attraktiv. Die Anbieter sollten sich in Sachen Zahlungsmodalitäten und Sprachkompetenz noch viel stärker auf diesen Wachstumsmarkt einstellen.

Quantitative und qualitative Defizite bestehen zudem bei der digitalen Unterstützung touristischer Produkte jenseits der bereits gut buchbaren Unterkünfte: Gemeint sind hier touristische Leistungsträger wie die Gastronomie, Sehenswürdigkeiten, regionale Produkte sowie digitale Angebote rund um das Thema Rad- und Wanderrouten.

 

Fehlende flächendeckende und durchgängige Barrierefreiheit entlang der „Customer Journey“ in Hessen


Potenzialanalyse Hessen dwif GaestezufriedenheitDie Rahmenbedingungen für die Verbesserung der barrierefreien Erreichbarkeit sind grund-sätzlich günstig, denn auf Landesebene ist das wichtige (Zukunfts-)Thema präsent. Dennoch ist Hessens touristisches Angebot weit von flächendeckender Barrierefreiheit entfernt, fokussiert stark auf Mobilitätseinschränkungen und vernachlässigt deshalb bisher andere Behinderungsformen. Informationen zur Barrierefreiheit sind online nur mit Mühe auffindbar oder besitzen nur eine eingeschränkte Aussagekraft.

Wenn Sie mehr Details zur Potenzialanalyse erfahren möchten, schreiben Sie uns an!

 

Ideenwerkstatt sieht für alle Erreichbarkeitsdimensionen Handlungsbedarf

Wichtige zusätzliche Ansatzpunkte für zukunftsfähige Verbesserungen lieferte uns die Ideenwerkstatt mit rund 30 Teilnehmer*innen Ende Februar im Landeshaus in Wiesbaden. Dr. Andrea Möller und Michael Deckert moderierten die Veranstaltung und entwickelten mit den Teilnehmenden erste Projektideen: Von der Schaffung eines Fremdsprachenpools über einen persönlichen Begleitservice für Menschen mit Einschränkungen bei Veranstaltungen bis zum Ausbau vegetarischer und veganer Speisenangebote für urbane Zielgruppen in der ländlichen Gastronomie – bei allen Erreichbarkeitsdimensionen wurde Handlungsbedarf gesehen und gemeinsam erste Umsetzungsideen gesammelt. Die Zukunftswerkstatt war somit gleichzeitig auch der Startschuss für einen Ideen-Aufruf.

 

Aufruf für Projektideen im ländlichen Hessen gestartet

Potenzialanalyse Hessen dwif TeaserUnter dem Motto „Projektideen gesucht: Verbesserung der Erreichbarkeit von Tourismusangeboten im ländlichen Hessen“ ruft  das des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen seit Anfang März 2019 hessische Akteure dazu auf, nachhaltige und innovative Projektideen einzureichen, die den Tourismus in den ländlichen Regionen in den fünf Erreichbarkeitsdimensionen Fremdsprachen, Digitalisierung, Gastronomie, Barrierefreiheit und Mobilität voranbringen.

Bewerben können sich Kommunen und andere öffentliche Träger, Organisationen und kleine Einzelunternehmen.  Bewerbungsschluss ist der 18. März 2019.

Machen Sie mit!

 

Im ersten Schritt werden bis zu fünf Projektideen ausgewählt. Die Initiatoren werden anschließend dabei unterstützt, ihre Projektidee bis zur Umsetzungsreife zu entwickeln (konkrete Projektskizze mit Umsetzungsschritten, Zuständig- und Verantwortlichkeiten sowie Empfehlungen zur weiteren Finanzierung/Förderung).

Die Projektberatung erfolgt durch uns, die Kosten werden zu 100 % durch das Land Hessen übernommen.

Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

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