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Von Wachstum und modernen Tourismusorganisationen – ein Erfahrungsbericht vom Tourismustag in Hamburg

Montag, 22. Oktober 2018

Am 15. Oktober 2018 ging es für mich, Karsten Heinsohn, zum Tourismustag in Hamburg, in den altehrwürdigen Räumen der Handelskammer Hamburg. Titel: "Wachstum.Nachhaltig.Gestalten." Ein Tourismustag wie jeder andere? Ein bisschen ja, ein bisschen nein…

dwif: Erfahrungsbericht vom Tourismustag in Hamburg 2018
"Hamburg hat keinen Overtourism" (Zitat Michael Otremba)

Der Hamburger Tourismustag ist ein Treffpunkt für die gesamte Tourismusbranche. Er findet einmal jährlich in der Regel im Oktober statt und greift aktuelle und innovative Themen und Fragestellungen der Tourismusbranche auf. Begrüßung und Keynote gaben gleich den ersten Fingerzeig, was die Branche an- und umtreibt...

Die 5 Kernbotschaften von Michael Otremba – Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH – polarisieren und zeigen eindrücklich auf welchem Weg sich viele Tourismusorganisationen derzeit befinden und vor welchen Fragen sie stehen:

  1. Hamburg hat keinen Overtourism.
  2. Der Tourismus in Hamburg wird weiter wachsen, er darf nicht künstlich beschränkt werden.
  3. Die Branche muss gemeinsam Verantwortung übernehmen – Lebensqualität für Gäste und Einheimische.
  4. Beziehungen schaffen Respekt, bauen Vorurteile und verbinden Kulturen
  5. Lokale Wertschöpfung ist ein Schlüsselwort – Wachstum.Nachhaltig.Gestalten
Fazit: Wachstum sei alternativlos, wenn sich eine Metropole weiterentwickeln wolle.

Vielmehr gelte es, dieses Wachstum aktiv zu gestalten/zu managen. So werden Gastro-Konzepte in der Hotellerie zunehmend auch Treffpunkte für Einheimische oder es stellt sich die Frage, wie die Kernangebote in einer Metropole auf die Randbezirke ausstrahlen können und sie nicht in den Schatten stellen.

Stichworte und Fragen, mit denen wir uns in der Tourismusberatung bereits länger beschäftigen. Aber auch in immer mehr Tourismusorganisationen kommen Botschaften von Lebensqualität, den Zusammenhängen von Tourismus und Standortentwicklung, der gleichgewichtigen Rolle von Bevölkerung und Besuchern nicht nur an, sondern werden in konkrete Aktivitäten umgesetzt.

Die DMO müssen sich verändern, von der Marketing- zur Managementorganisation, und das darf kein Lippenbekenntnis bleiben.

 

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Workshop-Zeit!

Am Nachmittag ging es für mich dann in den Workshop. Die Alternativen waren „Mein Nachbar der Kunde – die Hamburger als Botschafter und Zielgruppe“, „Raus aus dem Zentrum – ein Blick auf unbekannte Schätze“ sowie „Mobilität neu denken – für uns und unsere Gäste“.

Ich habe mich für die goldene Mitte entschieden, denn die Fragen nach den Möglichkeiten einer „Besucherlenkung“ und der Erschließung neuer Angebote jenseits der ausgetrampelten Pfade begegnen uns in den Gesprächen mit Ihnen, den Tourismusverantwortlichen, immer wieder. So ging es in das Wälderhaus in Wilhelmsburg, übrigens eine spannende Location zum Thema Umweltbildung mit integrierter Übernachtungsmöglichkeit.

In drei Sessions haben wir Ideen für Profile der einzelnen Hamburger Bezirke, konkrete Produkte und Erfolgsfaktoren für ein Stadtteilmarketing entwickelt.

 

HH Tourismustag Erlebnis dwif Impressionen

 

... wie kann Stadtteilmarketing gelingen?

Die Hamburg Tourismus GmbH stellt dabei die Grundsatzfrage: „Wie will Hamburg weiter wachsen?“ Und dabei kommt das Stadtteilmarketing ins Spiel. Künftig soll ein deutlich stärkerer Austausch mit den Bezirken stattfinden, es braucht mehr Wissen über die Gäste und die Tagesreisenden werden für die Angebotsentwicklung in den Außenbezirken in den Mittelpunkt gestellt.

Für mich persönlich besonders spannend war der Einblick in die Perspektiven und Aufgaben von I Amsterdam.

Janine Fluyt hat eindrucksvoll dargestellt, was die Amsterdamer Tourismusorganisation macht und eben auch genau nicht macht.

  • Die Zielgruppen: Bewohner, Unternehmen und Besucher anziehen und leiten.
  • Die Kompetenzen: Tourismus, Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung in einer Organisation.
  • Die konkreten Aufgaben im Bereich Tourismus: Besuchsqualität verbessern und Besucherströme verteilen.
  • Der zentrale Kampagne „Make Amsterdam Bigger“, wo im ersten Schritt die Stadtviertel jenseits der City in den Blickpunkt rückten und nun Ausflüge in die Region stärker einbezogen werden (Großraum Amsterdam).
  • Der zentrale Ansatzpunkt: eine funktionierende Mobilität „von Tür zu Tür“.
  • Die Steuerungsinstrumente sind digital/datengestützt: Entwicklung eines Chatbots, Map-App mit Routen, Controlling über eine Mobility Card

 … übrigens betreibt I Amsterdam seit 2014 kein aktives Außenmarketing mehr… die Aufgaben haben sich hier komplett verschoben.

Natürlich ist das keine Musterlösung für alle Tourismusorganisationen in Deutschland und schon gar nicht in der Fläche, aber das Beispiel zeigt, wo die Reise in der Organisationsentwicklung hingeht und dass es eben nicht nur theoretische Ansätze sind, sondern ganz praktisch auch gelebt wird.

Dafür braucht es Mut zum Wandel, Mut zum Andersdenken!

 


 

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